Keine bunte Rezepteschleuder

Hi Frostmann,
ich muss dir auch mal schreiben. Seit Jahren lese ich deinen Blog und hatte wie viele die Befürchtung, dass das hier nur eine weitere bunte Rezepteschleuder wird, die vom Unternehmn gesteuert wird.
Die Bofrost-Facebook-Seite kann man sich ja fast nicht angucken! Da merkt man dass Frauen für Frauen schreiben und beim Schreiben immer ein Lächeln ins Gesicht gepresst bekommen haben.
Gibt ja so Marketing-Seminare wo einem gesagt wird, man solle beim Telefonieren austehen und lächeln, das würde sich quasi über die Telefonleitung auf den Menschen am anderen Leitungsende übertragen.
So stelle ich mir die Schreiber der Facebook-Seite von Bo* vor! Lauter lächelnde, auf fröhlich getrimmte Menschen, die nichts besseres zu tun haben, als alles schön und toll zu finden.
Da gibt es keine Rezepte, sondern nur leckere Rezepte. Wie bitte kann ein Rezept lecker sein? Das ist bestenfalls ein Zettel Papier auf dem steht, was in den Kram reinkommt.

Deine Rezepte hier sind anders. Da sieht man, wie jemand mit den Bofrostsachen ganz was anderes und Leckeres zaubert und mal aus der Not eine Tugend macht oder Sachen zusammenstellt, auf die man sonst nicht gekommen wäre. Deine Idee, aus den Bratkartoffeln Chips zu machen, die ist ja schon geradezu legendär und hat soviel ich weiß in vielen Niederlassungen ihre Runde gemacht und viele Kollegen sagen das auch ihren Kunden: Machen sie doch mal Chips daraus!
Mein Favorit: Die Kartoffelscheiben im Backofen mit etwas Basilikum (getrocknet) und Paprika überstreuen und dann knusprig werden lassen. Schmecken auch hervorragend kalt und sind zum Dippen geeignet.

Das ist es was ich meine: Authentisch und frei von der Leber weg. Du schreibst, wenn Dir was nicht passt und findest eben nicht alles schön.
Ich bin seit 12 Jahren bei Bo* und finde es dort toll, insgesamt, alles in allem, im Großen und Ganzen. Aber es gibt viele Details die mir nicht passen und die auch den Kollegen nicht passen. Bloss kriegt da nach oben keiner das Maul auf. Nach oben werden nur Erfolge gemeldet und der Arsch zusammengekniffen.

Mach bitte weiter so!

Daniel

Karfiol

Bin ich foh, daß ich hier im Blog schon mal über Karfiol geschrieben habe und deshalb weiß, daß das auf Österreichisch Blumenkohl ist.
Aber was veranlaßt eine Kundin, im Katalog nach Blumenkohl zu suchen, diesen dann auch unter Blumenkohl zu finden, und dann trotzdem Karfiol auf einen Zettel zu schreiben.
Sie war nicht zu Hause, als ich kam, nur ihr Mann. Und der meinte lakonisch: “Da hat meine Frau aus Versehen noch ein Reinigungsmittel mit aufgeschrieben, Karfiol.”

Das wußte ich besser und habe dem Mann einen Beutel Blumenkohl für seine aus Österreich stammende Frau da gelassen.

Kennt noch jemand Kunden, die irgendwas in Mundart bestellen?
Ich kenne noch z.B. “gelbe Rüben” für Karotten usw.

Die Flut

Sorry, Leute, hatte mich auf dem Handy selbst blockiert. Deshalb rauschen heute einige Artikel am Stück hier ins Weblog, die eigentlich über die letzten Tage verteilt erscheinen sollten.
Ihr wißt ja, ich schreibe meist abends und am Wochenende und lasse die Artikel dann so nach und nach während der Woche erscheinen.
Irgendwo habe ich mir da selbst ein Bein gestellt.

Neues Gebiss?

Vor Jahren machte ja das Telefonat der Frau Zehnbauer mit der Polizei im Netz die Runde. Damals fragte der Polizist, als er etwas nicht verstanden hatte: “Hawwe Sie die Zäh’ hausse?” was soviel bedeutete wie “Haben Sie die (dritten) Zähne draußen?”
Daran fühlte ich mich heute erinnert.

Eine Kundin auf dem Handy: “Bringen Schie mir bitte Mkrowpis mit?”

“Was soll ich Ihnen bringen?”

“Mkrowpmes”

“Was ist denn das?”

“T’schulligung, hab neue Tschähne, isch will, Makrowuschpimps!”

“Mikrowellenpommes?”

“Schach isch doch!”

“Bring ich Ihnen!”

“Schehr nett, Schie schind ein Schatsch!”

Jetzt ist Weihnachten

Noch in keinem Jahr war das so deutlich, wie in diesem Jahr.
Was man jetzt nicht an Vorarbeit für Weihnachten leistet, das hat man verpennt.
Weihnachten ist in diesem Jahr bei den Kunden viel präsenter als letztes Jahr. Will heißen, im vergangenen Jahr schien plötzlich und unerwartet jeder quasi von Weihnachten überfahren zu werden.
Dieses Jahr reden die Leute jetzt schon intensiv über das Fest.

Es scheint also dieses Mal nicht so überraschend zu kommen, um es mal flapsig zu sagen.

Gerade deshalb scheint es mir so, als könne man Kunden sehr viel leichter über das Thema Vorbestellungen schon auf das Fest einstimmen. Oder andersherum aufgesattelt: Über diese vorzeitige Einstimmung aufs Fest kann man besser an Vorbestellungen kommen.

Pfft….

Kollege Meckle hat neuerdings tolle Schuhe an.
Er trägt Airmax von Nike.
Da soll ja irgendwie ein Lustpolster Luftpolster für besonderen Gehkomfort sorgen.

Aber wenn er morgens beim Fertigmachen des Wagens neben mir hergeht, höre ich immer, wie seine Schuhe ein Geräusch machen. Es klingt, als ob bei jedem Schritt Luft aus seinem Absatz kommt: Pffft.
Und jedesmal kann man zugucken, wie er, wenn er steht, langsam zischend kleiner wird.
Ob das der Sinn des Luftpolsters ist?

Die ganze letzte Woche ging das so.
Heute morgen saß er mir gegenüber und hatte ein Bein übergeschlagen. Da konnte ich die Aufschrift auf einem seiner Schuhe sehen: NICKE.
Da steht wirklich NICKE mit CK!

Wetten, daß das ein billiges China-Plagiat ist?

Pffffft…..

Arbeitsschuhe

Ich trage fast immer Arbeitsschuhe von Engelbert S.
Jeder, der Berufsbekleidung kauft, kennt wahrscheinlich diese Firma und weiß, welche ich meine.
Ich habe von dort Arbeitsschuhe, die ich viel bequemer finde als andere, die auch noch chic aussehen und trotzdem eine Stahlkappe und all das haben, was modernen Arbeitsschutz ausmacht.
Zugegebenermaßen sind die Dinger aber erst bequem, nachdem man sie ein paar Tage angehabt hat.

Egal, wo ich bisher gearbeitet habe, ich war immer froh, wenn ich mir die Arbeitsschuhe selbst aussuchen konnte.
Heutzutage gibt es ja welche, die sehen aus wie Sportschuhe, die finde ich auch ganz prima.

Welche tragt ihr? Oder tragt ihr nur normales Schuhwerk?

Jetzt mal ehrlich…

…wenn wir Verkaufsfahrer nicht mitdenken würden, würden wir den halben Tag unnötig durch die Gegend fahren.
Notiz an mich selbst: Dringend in der NL darüber sprechen!

Zuerst in den Ort A zu Frau K. Fixtermin! Eilig!
Frau K. weiß nichts von einem Fixtermin und hat es auch nicht eilig, sie ist den ganzen Tag zu Hause.
Dann in den Ort B zu Frau Dr. D.
Sie kann mich vormittags überhaupt nicht gebrauchen, da hat sie Sprechstunde.
Dann wieder in den ersten Ort A und danach wieder in Ort B.

Muß ich mehr sagen?
Wenn ich nicht mit dem Handy meine Tour im Griff hätte und meine Kunden nicht kennen würde, wäre ich den halben Vormittag nur für “Nüsse” durch die Gegend gegurkt.

Die App und die Realität

online-handyIch hätte gerne eine App fürs Handy oder mein Tablett.
Die soll bitteschön nicht so überfrachtet sein und keine übertriebenen Funktionen haben.
Startbildschirm: Übersicht über die Bofrost-Produktgruppen (Beilagen, Fisch, Desserts usw.).
Dann die enthaltenen Produkte mit einem Foto, Kurzbeschreibung (aber wirklich kurz!), Preis und Packungsgröße. Direkt daneben einen Link für alle weiteren Infos, der in einem separaten Browser öffnet. Und ein Kästchen zum anklicken, wenn man das Produkt haben möchte.
Unten sollte es einen Link zum Warenkorb geben und einen “Mein Konto”-Link. Unter “Mein Konto” möchte ich sehen können, was ich zuletzt bestellt habe, was ich am häufigsten bestelle usw., damit ich nichts vergesse.
Ich brauche keine Formulierungen wie “lecker”, “toll abgeschmeckt” oder “feine Komposition”.

Wenn ich meine Bestellung abgegeben habe, möchte ich sofort sehen können, wann der Bofrost-Verkaufsfahrer damit kommt. Und angeben können möchte ich, wann mein Wunschtermin wäre.

Das sagt mir eine Kundin und beklagt, daß die Webseite von Bofrost auf dem PC so überladen sei.
Ich nehme mein Handy raus und rufe bofrost.de auf. Dann zeige ich ihr, daß fast alle ihre Wünsche von der Bofrost-Seite erfüllt werden.
Die Webseite stellt sich nämlich in der Mobilansicht wesentlich aufgeräumter und klarer strukturiert dar. Eine vorbildliche Gestaltung, da sieht man bei anderen Firmen sehr viel Schlimmes!

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Lampe

Gestern Nachmittag bat mich ein älterer Kunde, ob ich ihm in seine neue Wohnzimmerlampe nicht eine neue Glühbirne eindrehen könne.
Eine Leiter bräuchte ich nicht, sagte er, das gehe auch mit einem seiner stabilen Küchenstühle.
Man will ja immer hilfsbereit sein und so sagte ich zu.

Jetzt stand ich aber mit der Glühbirne in der einen Hand auf dem Stuhl und drehte mit der anderen Hand die Birne raus.
Anlehnen, wie an eine Leiter, konnte ich mich auch nicht.

Auf einmal merkte ich, daß ich richtig Mühe hatte, gerade zu stehen, meine Knie zitterten und mir wurde schwindelig.
Ist das normal für jemanden um die 50?
Oder sollte ich mal deswegen zum Arzt?

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