Fisch einfach dünsten

Lieber Rolf,
ich kaufe gerne Fisch bei bofrost. In letzter Zeit vor allem den Köhler.
Dazu habe ich zwei Fragen:

1. Was ist Köhler eigentlich
2. Wie dünste ich den am besten?

Wenn Du Zeit hättest, mir das zu beantworten, wäre ich Dir sehr dankbar.

Liebe Hanne,

der Köhler ist ein dorschartiger Fisch.
Du kennst ihn wahrscheinlich unter dem Begriff Seelachs. Dieser Name wurde vor Jahrzehnten von der Fischindustrie erfunden, obwohl der Köhler nicht zu den Lachsen gehört.
Wahrscheinich sollte der Name verkaufsfördernd wirken. Aber eigentlich weiß jede Hausfrau, daß Seelachs kein Lachs ist. Dennoch haben sich viele Lebensmittelkonzerne dazu entschlossen, den irreführenden Namen allmählich durch den eigentlichen richtigen Namen Köhler zu ersetzen.

Ich zitiere mal aus Wikipedia:

Der Köhler oder Kohlfisch (Pollachius virens) gehört zur Familie der Dorsche und damit zur Ordnung der dorschartigen Fische. Fischer und Angler benennen ihn in der Regel mit seinem eigentlichen Namen „Köhler“, in der Fischindustrie wird jedoch der aus zoologischer Sicht irreführende Name Seelachs als verkaufsfördernd angesehen – obwohl der Köhler nicht zu den Lachsen zählt, die zur Familie der Salmoniden („Forellenfische“, „Lachsfische“) gehören.

Die Art wird im Englischen auch als „pollack“ oder „pollock“ bezeichnet und ist zu unterscheiden von dem als Alaska-Seelachs verkauften Pazifischen Pollack (Gadus chalcogrammus, Syn.: Theragra chalcogramma), und dem im Nordost-Atlantik und Mittelmeer vorkommenden Pollack (Pollachius pollachius; auch Steinköhler, Kalmück oder Kohlmaul), die beide ebenfalls zu der Familie der Dorsche gehören.

Köhler erreichen ein Alter von bis zu 30 Jahren und werden bis zu 1,20 Meter lang und bis zu 17 Kilogramm schwer. Den weltweit größten dokumentierten Köhler, einen Fisch von 22,3 kg, konnte ein Angler am Saltstraumen in Nord-Norwegen fangen, jedoch wurden von Berufsfischern angeblich schon Köhler von weit über 40 kg gefangen.
Vorkommen

Der Köhler kommt im gesamten Nordatlantik und in der nördlichen Nordsee vor, immer öfter in der Ostsee. Er hält sich in der Nähe der Küste und auf dem offenen Meer auf und ist bis zu einer Tiefe von 250 Metern anzutreffen.
Lebensweise

Der Köhler ist ein pelagisch lebender Schwarmfisch. Die Hauptnahrungsquelle der Jungtiere sind Krebstiere und Fischlaich, während erwachsene Köhler Jagd auf kleinere Schwarmfische (Heringe, Sprotten) machen.
Nutzung

Der Köhler ist in Deutschland der zehntwichtigste Speisefisch (ca. 1,5 % des Fischangebotes im Jahr 2015) und kommt als Frisch-, Salz- oder Trockenfisch, gefärbt als Seelachs in Öl und als gefrorene Filets auf den Markt. Der Name „Seelachs“ ist (ebenso wie „Alaska-Seelachs“) eine Erfindung der Lebensmittelindustrie und beruht auf der (aus der Zeit vor Einführung der Lachszucht stammenden) Verwendung des Fleisches als rot eingefärbter „Lachsersatz“.

Zitat Wikipedia: Seite „Köhler (Fisch)“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11. September 2017, 19:13 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=K%C3%B6hler_(Fisch)&oldid=168996431 (Abgerufen: 23. Oktober 2017, 13:51 UTC)

Wie kann man Fisch bequem dünsten?

Also, ich mache das immer so:

1. Der Fisch muß nicht komplett aufgetaut sein, es reicht, ihn etwas antauen zu lassen.
2. Dann die Fischstücke abwaschen.
3. mit Zitrone säuern, salzen und pfeffern, nicht sparsam sein, durch das Dünsten geht Gewürz verloren
4. in einem Topf Wasser mit etwas gekörnter Brühe (oder Brühwürfel) zum Kochen bringen
5. ein geeignetes Sieb über den Topf legen (kann auch ein Spritzschutz für die Pfanne sein, Hauptsache es hat Löcher!)
6. Den Fisch auf das Sieb legen
7. Mit einem deckel oder einer umgedrehten Schüssel abdecken.
8. ca. 20 Minuten im entstehenden Dampf garen.

Ich mache immer eine Garprobe, indem ich ein Stück Fisch durchschneide. Wir mögen ihn beispielsweise nicht glasig.

Das Ganze ist kinderleicht und geht wie von selbst.

Dazu empfehle ich eine helle Soße mit etwas Senf und Zitrone abgeschmeckt.

Guten Appetit!

Spatzenfisch – seltene Leckerei

Hallo Rolf,

ich habe bei meiner Schwiegermutter einmal Spatzenfisch serviert bekommen. Leider ist sie inzwischen verstorben. Nun spricht mein Mann immer von diesem Gericht.
Ich würde es ihm zum 55. Geburtstag gerne mal kochen.
Nun erinnere ich mich aber nur noch daran, daß es eine seltene Kombination aus Schupfnudeln und Fisch war. Zu den Schupfnudeln sagte meine Schwiegermutter wohl Spatzen.

Hast Du eine Idee?

Lotte aus Gera

Ja, das kenne ich.
Es handelt sich tatsächlich um Schupfnudeln. Diese werden mit etwas Butter in der Pfanne scharf angebraten. Es kommen keine Zwiebeln und keine Speckwürfel dazu. Diese würden den feinen Fischgeschmack überdecken.
Den Fisch kannst Du braten oder dünsten. Man nimmt weißen Fisch ohne Panierung.
Dazu gehören klassischerweise Spinat und eine helle Senfsoße.
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Der will ja nur spielen

Ich mag ja Hunde. Wir haben selbst einen.
Aber der ist halbwegs gut erzogen.

Während andere einen Haufen Geld beim Hundeflüsterer lassen oder mit ihrem Pintscher sogar zum Hundepsychologen gehen, reicht es uns, daß unser Hund kommt, wenn wir ihn rufen, daß er sich hinlegt und liegen bleibt, wenn wir Platz rufen und daß er von jeglichem Tun sofort abläßt, wenn wir Nein rufen.
Also, so supergut erzogen muß für uns ein Hund nicht sein.

Aber, was ich manchmal so in den Kundenhaushalten erlebe, finde ich schon bemerkenswert.
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Die klassische Kaffeetasse stirbt

Die klassische Kaffeetasse mit Untertasse stirbt langsam aus, oder?

Beim Kaffeekränzchen von Tante Lina gibt es sie noch, die klassische kleine Kaffeetasse aus feinem Porzellan mit Untertasse.
Aber Tante Lina brüht ihren Kaffee ja auch noch von Hand auf und serviert ihn in einer Kaffeekanne.

Ansonsten scheint es mir so zu sein, als ob der Pappbecher auf dem Vormarsch ist.
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Tach, Herr Bofrost!

Die alte Dame ist ja wirklich niedlich. So eine nette Kundin! Ich mag die Frau und sie mag mich.
Aber egal, was ich mache, sie will sich meinen Nachnamen nicht merken oder findet ihre Vorgehensweise besser.
Auf jeden Fall bin ich seit dem ersten Tag für sie nur „Herr Bofrost“.

„Ach, Tach, Herr Bofrost! Heute brauch ich mal Spinat und Rotkohl.“

Und wenn ich die Frau mal anrufen muß, dann bräuchte ich gar nicht erst meinen Nachnamen zu sagen, sie fragt nämlich immer sofort: „Wer? Kenn ich nicht!“
Aber wenn ich dann sage „Hier ist Ihr Herr Bofrost“, dann ist sie glücklich.

Also bin ich halt eben der Herr Bofrost.

Langsam schmeckts wieder

Kaum war es Mitte September, da lagen auch schon die ersten Packungen mit Weihnachtsgebäck und – Süßigkeiten in den Läden.
Zuerst habe ich mich daran gestört, dann aber doch die erste Tüte Marzipankartoffeln in den Einkaufswagen gepackt.

Und, was soll ich sagen? Mittlerweile hatte ich auch schon Dominosteine, Lebkuchen und Spekulatius.
Alles sehr lecker.

Meine Frau meint ja, daß es einen harten Winter gibt, wenn ich früh anfange Weihnachtsleckereien zu essen.

Das erinnert mich an einen alten Witz.

Amrikanische Siedler überlegten, ob es wohl einen harten Winter geben würde. Sie beschlossen, einen alten Indianer zu fragen, der einsam hoch oben auf dem Berg lebte. Weiterlesen →

Beim Händewaschen bin ich empfindlich

Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber wenn ich irgendetwas angefaßt habe, das in meinem Kopf als unsauber abgespeichert ist, habe ich das Bedürfnis, mir die Hände zu waschen.
Heute war ich in der Mittagszeit an einem Imbisswagen. Ich habe mich dort mit einem Kollegen getroffen und wir haben Currywurst und Pommes gegessen, ein Klassiker.

jarmoluk / Pixabay

Bei dem Imbisswagen handelt es sich um einen ganz normalen Anhänger mit Verkaufstheke, Kocheinrichtung und einer Spüle.
Als wir fertig gegessen hatten, sah ich, wie der Imbisswirt seinen Wagen verließ. Auf die Theke hatte er ein Schild „Komme gleich wieder“ gestellt.
Eine ganze Weile hielt sich der Mann in einem Dixie-Klo auf, das etwas abseits von seinem Imbisswagen stand.

gentle07 / Pixabay

Als er wieder rauskam, knöpfte er sich noch umständlich die Hose zu. Er hatte wohl ein größeres Werk vollbracht.
Dann ging er in seinen Imbisswagen zurück und begann Würste zu braten. Die faßte er natürlich mit seinen Händen an.
Ich sage zu meinem Kollegen: „Na, ob der sich die Hände gewaschen hat?“
Mein Kollege schüttelt den Kopf: „Nee, wann denn? Ich war vor zwei Wochen mal auf diesem Dixie-Klo, da gibt es kein Waschbecken. Ich bin dann drüben bei der Tankstelle nochmal Hände waschen gegangen.“

„Aber der hat sich doch jetzt die Hände nicht gewaschen.“

„Nee, hat er nicht. Der packt jetzt die Würstchen an, genau mit den Händen, mit denen er sich gerade den Allerwertesten…“

So eine Schweinerei!

Eins weiß ich ganz sicher: Da gehen mein Kollege und ich nie wieder was essen.
Sollte man so etwas melden? Was meint Ihr?

Die machen nicht auf

Ich habe einen Stadtteil im Bezirk, den will kein anderer Kollege fahren.
In diesem Stadtteil wohnen vorwiegend ältere Leute, darunter Witwen von Staatsanwälten, Richtern, Studienräten usw.
Bei meinen Kollegen ist die Tour als „kompliziert“ verschrien.

Ich komme dort ganz gut zurecht.
Es hat etwas mehr als ein Jahr gedauert und ich mußte viel reden, aber danach kannten mich die Kunden und Kundinnen und seitdem komme ich dort klar.
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