Alles frisch?

Die erste Wohnung, wir sind von zu Hause ausgezogen. Ich (21) und mein Freund M. (23). Aufgrund der Entfernung hatten wir bis zu unserem Umzug in die gemeinsame Wohnung keine Möglichkeiten, großartig zusammen zu leben.
Jetzt spielt sich das seit ein paar Wochen langsam ein. Klappt auch alles. Aber beim Essen geht er voll aggro ab, weil ich Bofrost koche und er für frische ist. M. sagt, ich müsse jeden Tag aus frischen Zutaten kochen, damit die Vitamine und so drin bleiben. Ich mache aber lieber einen Bofrost-Beutel auf und bin in 10 Minuten fertig. Ich meine, die eingesparte Zeit kommt ihm ja zu gute, weil ich mich da dann um ihn kümmern kann. Er sagt aber Bofrost-Gemüse, aber überhaupt Tiefgefrorenes sei tot und erfroren. Hast du da ne Meinung zu?

Ich unterteile die Lebensmittel im Bofrost-Katalog in mehrere Stufe.
Das ist die Komplett-fix-und-fertig-Stufe. Nehmen wir zum Beispiel hier die Menüteller mit Fleisch, Beilage und Gemüse.
Solche Gerichte sind für alle möglichen Zwecke gedacht. Man kann sie bequem mal für die Mittagspause mit in die Firma nehmen, oder sie werden auch von älteren Menschen gerne als Alternative für „Essen auf Rädern“ gewählt.
Sie dienen auch solchen Leuten, die überhaupt nicht kochen können.

Die nächste Stufe ist die Zu-aufwendig-Stufe. Hierzu zähle ich zum Beispiel unsere Tortenkreationen. Für viele Hausfrauen ist es überhaupt kein Problem mal eben eine Schwarzwälderkirsch-Torte zusammenzustellen.
Aber nicht alle Menschen backen gerne und bekommen dann auch eine 1a Torte hin. Außerdem sagen mir viele Hausfrauen: „Bis ich die ganzen Zutaten zusammen habe und die Zeit und den Storm rechne, kann ich die Torte auch fertig kaufen. Da bleiben dan auch keine Zutaten übrig.“

Als nächste Stufe sehe ich die Ergänzungsprodukte. Zum Beispiel unser Pilzragout. Das ißt man nicht alleine, das ergänzt man mit Beilagen und eventuell Fleisch.
Die Zubereitung des Ragouts, das Herstellen der Sauce und das erste Abschmecken wurde einem aber schon abgenommen, deshalb geht die Zubereitung des aufwendigen Gerichts auch schnell.

Ja und dann haben wir die klassischen Rohprodukte. Zum Beispiel Blumenkohlröschen, Rosenkohl, Erbsen, Möhren, Lauch und so weiter.
Diese unterscheiden sich von frischem Gemüse dadurch, daß sie meiner Erfahrung nach noch frischer und noch leckerer sind.
Das Einfrieren tötet nichts ab, sondern konserviert und hält frisch.
Gemüse, das frisch auf dem Feld geerntet wird, braucht unter Umständen fast eine Woche, bis es im Handel ist. Doch vom Moment der Ernte an verlieren manche Gemüsesorten mehr und mehr an Inhaltsstoffen, Frische, Knackigkeit und Saftigkeit.
Man muß sich manches Gemüse im Supermarkt nur mal genauer anschauen. Da wird mit künstlich gefärbtem Licht und Feuchtigkeitssprühanlagen gearbeitet, um Gemüse frisch aussehen zu lassen. Daheim bei Tageslicht sieht manches dann schon alt, welk und alles andere als frisch aus.

Ich will jetzt nicht behaupten, daß Bofrost-Gemüse direkt auf dem Feld eingefroren wird. Aber die Wege sind kurz, die Behandlung der Produkte ist schonend und professionell und zwischen den einzelnen Arbeitsschritten vergeht nur wenig Zeit.
Ab dem Zeitpunkt des Schockfrostens ist der Verderb gebremst und man bekommt beim Bofrostmann topfrische Ware. Diese kann man bequem zu Hause über Wochen und Monate aufbewahren, um jederzeit, eventuell auch nur eine Handvoll, davon zubereiten zu können.
Frischware hat da längst den Geist aufgegeben und die meisten Vitamine verloren.
Vor längerer Zeit habe ich mal einen Abfallverwertungsbetrieb besucht und war erstaunt, was da an Obst und Gemüse über die Sortierbänder läuft, um dann auf der Müllkippe zu landen.
Wenn in einem Bofrostbeutel auch nur noch drei, vier Ringe Lauch übrig sind, kann man die weiter einfrieren und mit in die nächste Suppe geben.
Hat die Hausfrau zu Hause nach einer Woche Liegezeit noch eine halbe Stange Lauch übrig, so wandert die in die Biotonne.

Selbst wenn Sie sich entscheiden, aus Liebe zu Ihrem Freund, weil der nichts Fertiges aus der Truhe mag, auf die ganzen verarbeiteten Produkte aus dem Bofrost-Katalog zu verzichten, so ist noch genügend Ware übrig, die sich allenfalls in positiver Hinsicht vom frisch gekaufter Marktware unterscheidet und bester Bio-Ware in nichts nachsteht.

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Man könnte sich auch das Zubereiten teilen, mal macht der eine das Essen, mal der andere, und dann jeweils so, wie es demjenigen gefällt.

    Meine alten Herrschaften hatten auch entsprechende Vereinbarungen: mein Vater wollte Semmelknödel a la Mamma, also musste er die benötigten Semmeln dafür selber schnippeln. Und nachdem meine Mutter es zu frustrierend fand, dass beim Backen immer zwei Leckermäuler auf den Teig aus waren, hat er auch selbst gebacken.

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