Bofrost Aboverkauf? Muss ich bei Bofrost immer feste Mengen abnehmen und immer was bestellen?

Hallo Herr Frostmann,

gestern war da einer an der Tür und gab einen Katalog von Bofrost. Das Angebot hat mir gefallen und Lust auf mehr gemacht. Jetzt kenn ich mich ja im Internet gut aus und habe recherschiert.
Da lese ich nun, dass man bei Bofrost ein Abo eingeht und jede Woche was nehmen muss. Ich will aber erstens nicht immer das selbe und Zweitens nicht Jede woche was Bestellen.
Ich finde das schon Betrug oder wie?

Es ist schön, daß Du Dich im Internet so gut auskennst. Aber tatsächlich ist das Internet nur dann eine gute Quelle für Informationen und Recherchen, wenn man auch in der Lage ist, die Spreu vom Weizen zu trennen. Es kann jeder alles in die Foren schreiben und je blöder und falscher das ist, umso mehr Leute werden sich finden, die genau dieses Blöde und Falsche auch noch bestätigen.
Matze sagt immer: „Kacke zieht eben Fliegen an und keine Schmetterlinge.“

Wenn der Bofrostmann oder der Neukundenwerber klingelt, dann überreicht er einen Neukundenkatalog. Der ist nicht so dick, wie der Hauptkatalog, den wir unseren Stammkunden für mehrere Monate überlassen, sondern er enthält die Knallerprodukte, von denen Bofrost glaubt, daß die neuen Kunden am besten gefallen könnten.
„Ich lasse Ihnen den Katalog mal da, schauen Sie sich den in Ruhe an und ich rufe Sie in ein paar Tagen mal an und erkundige mich, ob Ihnen was gefallen hat.“ Das ist so ein Standardspruch, wie er dann dem potentiellen Kunden gesagt wird.

Dann ruft der Neukundenwerber, der Verkaufsfahrer oder eine freundliche Mitarbeiterin beim Neukunden an und fragt nach.
Diese erste Bestellung wird dann ausgeliefert und der Bofrostmann erklärt dann dem Kunden auch noch einmal, wie oft er kommt, also so etwa alle drei Wochen, daß man auch telefonisch und online bestellen kann usw.
Eine Art Kaufverpflichtung oder Abonnement geht man auf gar keinen Fall ein.
Manche Kunden nehmen jedes Mal etwas, wenn ich komme, andere Kunden winken fünfmal ab und beim sechsten Mal schlagen sie wieder richtig zu und kaufen für über 100 Euro.
Der eine Kundentyp setzt eher darauf, daß ich ja sowieso alle paar Wochen komme und bestellt nur das was er so in drei Wochen verbraucht, andere Kunden bauen lieber auf einen guten Vorrat und essen quasi die Kühltruhe erst ganz leer, um dann wieder größere Mengen zu bevorraten.
Das kann jeder so machen, wie er denkt. Da gibt es keinen Zwang.
Und wenn jemand irgendwann sagt, dass er nichts mehr von Bofrost haben möchte, dann akzeptieren wir das und die Sache ist erledigt.
Ich persönlich baue immer darauf, ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Kunden zu haben und versuche, das auch nach einer Abbestellung aufrecht zu erhalten.
Ich sage gerne: „Aber, liebe Frau X., wir bleiben Freunde, nicht wahr? Wenn Sie doch wieder mal was haben möchten, dann rufen Sie einfach an und wenn ich in ein paar Monaten wieder mal nachfrage, sind Sie mir doch auch nicht böse, oder?“
Ich habe fast noch nie eine Abfuhr bekommen und wenn ich dann tatsächlich nach einem halben oder ganzen Jahr mal wieder anklingele, dann hat sich oft die Situation geändert, die zur Abbestellung geführt hatte und ich kann doch wieder was verkaufen.

Aber wie gesagt: Eine Verpflichtung zur Abnahme gibt es nicht, weder von der Menge her, noch von der Häufigkeit.
Das Einzige was passieren kann ist Folgendes: Wenn der Bofrostmann x-mal da war und immer abgewiesen wurde, dann kann es passieren, daß er irgendwann nicht mehr kommt.
Bei schlechteren Bofrostmännern passiert das ohne Ankündigung, die fahren einfach nicht mehr hin, bei den guten Kollegen kommt das erst, nachdem sie vor Ort zu klären versuchten, was dazu führt, daß nichts mehr bestellt wurde.

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