Bofrostmann vom Hund gefressen – beinahe

Frau Löser, eine gute Kundin, spricht mich in der Poststraße an. „Sie, wenn Sie zufällig bei mir durch die Straße kommen, können Sie mir dann einen Katalog einwerfen? Ich habe einen wohl aus Versehen mit den Zeitschriften in den Altpapiercontainer geworfen.“
Sie könnte sofort einen mitnehmen, aber sie will erst noch aufs Rathaus und hat keinen Platz in ihrer Handtasche.

Also fahre ich bei ihr zu Hause vorbei und stecke wunschgemäß den Katalog in den Briefkastenschlitz. Das heißt, ich hätte ihn vorsichtig in den Schlitz gesteckt, wenn nicht Hardy da gewesen wäre.
Hardy, das ist der 3-jährige Labrador des Ehepaars Löser. Und Hardy lauert hinterm Briefkastenschlitz. Kaum hat der Katalog den Schlitz auch nur berührt, wird er mir aus der Hand gerissen. Fetzend und zerreißend macht sich Hardy hinter der Tür über den Katalog her.

Eine Stunde später bin ich dann nochmal da vorbei. Diesmal war Frau Löser da. Lachend nahm sie den Katalog und meinte: „An Hardy hab ich gar nicht gedacht. Und ich wundere mich, warum wir so wenig Post bekommen! Sie müssten mal hinten im Garten, hinter den Koniferen schauen, tonnenweise Schnipsel.“

Ja denn. Den Hund hätte ich auch gerne, wenn mal wieder Rechnungen kommen.

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  1. Hatte vor Jahren als Verteiler von Werbung auch mal so ein Erlebnis.Über dem Briefschlitz in der Tür klebte ein Schild auf dem eine Katze abgebildet war und der Zusteller vor eben dieser gewarnt wurde,ich dachte mir nichts schlimmes dabei und versuchte meine Werbung einzustecken ,irgend etwas riss die Werbung rein und meine Fingerspitze schmerzte.Als ich sie anschaute war dort ein Riss und ich blutete,das Katzenvieh war also wirklich eine Gefahr für Leib und Leben.Beim nächstenmal war ich schlauer und ging an dem Haus einfach vorbei.

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