Braucht man eigentlich Gewürzmischungen?

Während ich bei einem netten Ehepaar in mittleren Jahren bin, komme ich mit dem Herrn des Hauses ins Gespräch.
„Kauft Ihre Frau auch so viele Gewürze, wie meine?“, erkundigt er sich.
Ich nicke nur.
Daraufhin öffnet er eine Schranktür und ich erblicke die größte Gewürzsammlung, die ich je gesehen habe.

Das Interessante: Die klassischen Gewürze wie Thymian, Oregano, Majoran, Curry, Paprika und Salbei fehlen vollkommen. Es sind nur Mischungen da. Eine Spezialmischung für türkische Hackfleischbällchen Köpfte, eine Mischung für „afrikanisches Lamm“ und eine für portugiesische Suppe.

„Na, was sagen Sie? Braucht man die wirklich alle?“, will der Mann wissen.

Meine Meinung? Nein!

Meine Frau kauft auch ab und zu solche Mischungen. Dann handelt es sich aber um eine spezielle Gewürzmischung für ein Gericht, das sie häufiger zubereitet.
Sehr sinnvoll ist beispielsweise die Mischung zum Einlegen von Sauerbraten oder das fertig gemischte Muschelgewürz.

Ansonsten benötigt man, so finde ich, die Klassiker. Einige habe ich ja oben schon genannt.

Salz, Pfeffer, Paprika, Curry, Knoblauchpulver, Cayenne-Pfeffer, das sind meine Standardgewürze, mit dem ich jedes Essen hinbekomme.
Weil in Rezepten aber manchmal noch andere Gewürze verlangt werden, haben wir auch noch Thymian, Basilikum, Majoran, Salbei, Zimt usw. im Haus.

Extra eine Vielzahl von Mischungen anzuschaffen, halte ich für überflüssig, weil diese letztelendes auf einer Mischung der o.g. Klassiker beruhen.
Außerdem wird man nur ein- oder zweimal Verwendung für diese spezielle Mischung haben und sie dann nie wieder nutzen.

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