Der Backfisch

Bei Bofrost gibt es leckeren Backfisch.
Mein ganz persönlicher Favorit ist der Kirmes-Backfisch.
Der schmeckt genau so wie auf der Kirmes (Kerwe, Kerb, Mess, Oktoberfest usw.).

Neulich sagte aber eine Kundin zu mir: „Sie können mal zu dem Backfisch hochgehen, die Frau möchte auch Kundin werden.“

Also ging ich eine Etage höher und war ganz erfreut, daß die junge Frau schon regelrecht auf mich wartete. Sie wollte unbedingt Bofrost-Kundin werden. Fein!
So etwas freut den Bofrostmann.

Aber dann ging mir das Wort „Backfisch“ durch den Kopf. Natürlich hatte ich den Begriff schon mal gehört. Man sagt das zu jungen, etwas unerfahrenen Mädchen.
Aber warum eigentlich?

Riechen die nach Fisch?
Sehen die aus wie ein Fisch?
Oder was?

Nein, alles das konnte es nicht sein.
Also warum sagt man Backfisch zu jungen Mädchen?

Nun, das Wort hat mit Backen oder Braten gar nichts zu tun. Das ist das Geheimnis.
Es kommt aus dem Englischen und zwar von dem Wort „back“, das hier mit „zurück“ übersetzt werden muß.
Wenn ein englisches Kind im Supermarkt einfach Süßigkeiten an sich nimmt, wird die Mutter sagen: „Put it back!“, „Leg es zurück!“

Und genau damit hat das „Back“ in Backfisch zu tun. Es stammt aus der Sprache der Fischer.
Wenn diese Fische aus dem Wasser ziehen, die zu klein sind, die noch zu jung sind, um gegessen zu werden, dann kommen die „back“ ins Wasser. Sie werden zurückgeworfen.
Sie sind noch nicht reif und müssen noch ein paar Jährchen schwimmen, um erwachsen zu werden.

Den Ausdruck haben die Seeleute auch auf junge Frauen übertragen. „Das ist doch noch ein Backfisch, die muß erst richtig schwimmen lernen (im Leben).“

Ist doch auch mal interessant, das zu erfahren.

Lies bitte vor dem Kommentieren meine Kommentar-Spielregeln.

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