Der will ja nur spielen

Ich mag ja Hunde. Wir haben selbst einen.
Aber der ist halbwegs gut erzogen.

Während andere einen Haufen Geld beim Hundeflüsterer lassen oder mit ihrem Pintscher sogar zum Hundepsychologen gehen, reicht es uns, daß unser Hund kommt, wenn wir ihn rufen, daß er sich hinlegt und liegen bleibt, wenn wir Platz rufen und daß er von jeglichem Tun sofort abläßt, wenn wir Nein rufen.
Also, so supergut erzogen muß für uns ein Hund nicht sein.

Aber, was ich manchmal so in den Kundenhaushalten erlebe, finde ich schon bemerkenswert.

Die Überschrift dieses Artikels sagt es ja schon. Der meistgehörte Satz ist: „Der tut nix!“ Und der zweithäufigste Satz ist eben: „Der will nur spielen!“

Ja, meinetwegen. Wenn ich privat zu den Leuten käme, wüßte ich das, würde mir eine Jeans anziehen und mit dem Hund spielen.
Aber ich habe ersten keine Zeit, mit den Kundenhunden ausführlich herumzutollen und zweitens machen mich manche Hunde auch schmutzig.

Gestern kam ein Schäferhund direkt hinten aus dem Garten und begrüßte mich durch Hochspringen. Seine lehmigen Pfoten hinterließen überall Abdrücke auf meiner Kleidung.
Und was macht die Hundehalterin? Sie lachte: „Das gefällt dem Rambo, ja, das gefällt ihm.“
Und als sie sah, wie schmutzig mich der Hund gemacht hatte, gab sie mir gnädigerweise eine 4711-Erfrischungstüchlein.

Hochspringen geht gar nicht, finde ich.

Was mir auch nicht gefällt: Wenn Leute ihre Essensteller vom Hund sauberlecken lassen.
Das habe ich auch schon ein paar Mal gesehen. Und für mich spielt es keine Rolle, wenn der Teller hinterher in die Spülmaschine kommt.

Wie ist Eure Meinung dazu?

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo bofrost*Mann

    finde ich auch nicht gut, wenn ein Hund was vom Teller bekommt. Kann ich mich nicht für begeistern. Aber noch schlimmer sind die „Herrchen“, die ihre Hunde auf Gehwegen, Bürgersteigen etc. kacken lassen und den Haufen nicht weg machen! Das ist ganz ekelhaft!!!!!!!!
    Das ist echt „Kacke“

  2. Hunde die jeden anspringen finde ich genauso unmöglich wie Menschen die jeden Hund ungefragt angrabbeln müssen.Hinterlassenschaften seines Hundes entfernen sollte selbstverständlich sein finde ich und Teller ablecken/gleiches Futter wie Mensch geht gar nicht,

  3. Lieber Frostmann, liebe Mitleser,
    ich bin blind und habe keinen Blindenhund. Im Gegenteil, ich habe Angst vor Hunden, seit meiner Mutter und mir der bissigste Dorfköter hinterher war, als ich vier war. So schnell ist sie noch nie im Leben gerannt, der Hund hatte schon Pfotenkontakt mit meiner Wade, aber ich konnte kaum den Fußboden mehr berühren, so schnell rannte meine Mutter.
    Wir waren beim Vorgesetzten meines Mannes eingeladen, ich trug eine bis dahin weiße Bluse. Bis mich der Hund aus Matsch und Schmodder im Garten heraus ansprang. Die musste ich sonderbehandeln, die wurde nach dem Waschen gar nicht sauber. Ich als Blinde hätte allein nie gesehen, dass sie nach der 1. Wäsche nicht sauber war.
    Auch bellte mich ständig ein aggressiver Hund ohne Leine an. Die Besitzerin meinte „der hat Angst vor’m Stecken“ (Blindenstock). Warum? Wurde er mit einem Stock geschlagen?

    Am „Besten“ ist aber wirklich Hundekacke. Ich trete hinein, wenn die Tretminen sich nicht akustisch bemerkbar machen. Vor allem ist das mit Sandalen ein Erlebnis! Oder, mit Sandalen bei überraschendem Platzregen, das ist noch schöner. Auch gut, wenn einem das vor einer wichtigen dienstlichen Besprechung passiert.
    Und wie macht sich eine Tretmine akustisch bemerkbar? Ganz einfach: Wenn sie von Fliegen umsummt wird. Fliegen sind für jeden Sch… zu haben und ich danke ihnen dafür.

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