Die Zukunft von Bofrost – Ich will in den Arm genommen werden

hug_attractive_personJemand schrieb in den Kommentaren, die aktuelle Vorgehensweise von Bofrost sei veraltet. Zahlungskräftige, junge Kunden seien die Zukunft. Kunden, die im Internet alles vorbestellen und dann die Ware vom Bofrostmann oder der Bofrostfrau nur noch entgegennehmen.

Darauf schreibt ein Leser genau aus dieser Zielgruppe:

Kann ich nur bestätigen, bin Ende 20, Student (kurz vorm Examen) und wohne in Singlewohnung. Ich hab zwar (noch) kein Geld, esse aber fast nur Fertiggerichte (alleine kochen lohnt sich einfach nicht) und mir schmecken die Bofrost-Sachen sehr gut.

Ich will aber weder Empfehlungen, noch Angebote noch Kataloge, das hatte mein Fahrer auch nach dem 2. mal gemerkt und nichts entsprechendes mehr gemacht. Auch die regelmäßigen Termine passen mir eigentlich nicht. In der Regel rufe ich immer wenn ich eine Karte hab den Fahrer an, frage wann er 1-2 Wochen später in meiner Nähe ist, mache einen Termin ab, und bestelle dann mein Zeug im Internet. Ich bestelle mein Zeug einfach im Internet, gucke mir dort alles an und gebe dann den vorab telefonisch vereinbarten Termin als gewünschten Liefertermin ein.

Dann klingelt der Bofrostmann, gleich mein bestelltes Zeug in der Hand, unterschreibe die Rechnung und sortiere die Ware in den TK. Ich bin in nicht mal 3 Minuten als Kunde abgehandelt und bestelle meist zwischen 50-100 Euro Fertiggerichte für den nächsten Monat. Ich glaube ich bin damit ein sehr angenehmer Kunde, koste keine Zeit und dürfte überdurchschnittlichen Umsatz bringen :).

Für mich ist Bofrost aber primär Onlineshopping wie Amazon, nur halt mit Lebensmitteln.

Bofrost ist in einer Zeit entstanden, da hatte noch nicht einmal jeder vierte Haushalt Telefon.
Anders als über mündliche, d.h. persönliche Ankündigung oder die später eingeführten Postkarten waren die Kunden gar nicht zu erreichen.

Außerdem mußte ein Besuchsrhythmus gefunden werden, der der Tatsache Rechnung trug, daß in nur 10% der Haushalte überhaupt ein Tiefkühlgerät zur Verfügung stand. Es war in den meisten Haushalten nur das 3-Sterne-Gefrierfach im Kühlschrank vorhanden.
Tiefkühltruhen kamen in der Zeit erst in Mode, bis dann die Anschaffung einer solchen in den 70er Jahren boomte.

Auf die sich ständig ändernden Bedingungen mußte sich Bofrost immer schon einstellen.
Erst nur Belieferung für den kurzfristigen Bedarf, dann Lieferung für die große Lagertruhe, jetzt wieder mittlerer Bedarf und Senioren- und Single-Haushalte.

Wie man auf die veränderten Einkaufsbedingungen eingeht und dabei alle Bedürfnisse unter einen Hut kriegt, das ist die Gretchenfrage.

Bringen trendige Produkte, die auf anderen Märkten der Renner sind (z.B. Italien), hier bei uns überhaupt was? Sollten alle wichtigen Produkte auch in kleineren Verpackungsgrößen angeboten werden? Will der Kunde verstärkt vegetarische, vegane oder von-irgendwas-befreite Artikel? Muß der Bofrostmann „just in time“ kommen? Sind Postkarten und Katalog noch zeitgemäß?
Das sind alles solche Fragen, die sich nicht nur die Verkäufer stellen.

Beginnen wir vorne:
Wie gewinnt man neue Kunden? Nun, einerseits ist der Vertreterbesuch an der Haustüre in Verruf gekommen. Andererseits haben solche Vertreterbesuche drastisch abgenommen, eben weil das auch nicht mehr zeitgemäß ist.
Jedoch, einige Firmen, z.B. Vorwerk und Bofrost setzen konsequent auf den Direktvertrieb.
Bei allen Punkten, die gegen dieses Vertriebsmodell sprechen, muß man einfach sagen, daß das auch ein Alleinstellungsmerkmal ist.

Viele Menschen können und wollen sich eben nicht alles im Internet bestellen oder vom Supermarkt auf der grünen Wiese holen.
Diese Kunden sind dankbar, daß es solche Unternehmen wie Bofrost gibt.

Aber, man muß auch sehen, daß der Kunde, den ich oben beschrieben habe, durchaus ein älterer Kunde ist.

Aber die Zahl dieser Kunden ist groß und sie ist es wert, nach dem bekannten Modell beliefert zu werden.

Jedoch muß man die Kunden, die lieber im Internet bestellen, sich mittels Smartphone oder Tablett ihre Waren aussuchen und die wie bei Amazon über Nacht beliefert werden wollen, ebenfalls zufriedenstellen.

Es muß also daran gearbeitet werden, eine konsequente Einbindung des Internetgeschäfts in alle Bereiche des Vertriebs zu erreichen.
Besuchsankündigung via SMS oder App, der Kunde bekommt Produkt- und Menüvorschläge, eventuelle Aktionsware oder Schnäppchen werden ihm im Vorfeld vorgestellt und dann bestellt er sich einfach zu seinem Wunschtermin den Verkaufsfahrer ins Haus oder eben er bestellt seine gesamten Waren vor.

Ein Stück weit rudert Bofrost da in die richtige Richtung, aber noch hapert es an einigem.
Das liegt meiner Meinung nach an einer gewissen Unbeweglichkeit des Unternehmens, die sicherlich der Größe aber auch starren Strukturen geschuldet ist.

Hier ist einfach nicht Italien, das muß man ganz klar sagen.
Und man kann über das Internet Bofrost nicht mit eine viel zu bunten und hübschen Facebookseite darstellen.
Der Onlineshop funktioniert, aber das ist auch alles.

Der Kunde sieht aber nur das Gießkannenprinzip. Die Facebookseite zeigt Bofrost immer nur so, daß man sagt, das sei viel zu schön, um wahr zu sein. Lauter tolle Bilder mit trendigen Texten.
Da vermißt man einfach die persönliche Ansprache. Das ist keine Seite für mich als Kunde, sondern eine Volksdusche, die alle Kunden anspricht, von denen der Einzelne nur ein Partikel ist.

Auch die Internetseite des Unternehmens erkennt mich als Kunden nicht wieder. Sie schlägt mir keine Produkte vor, basierend auf den Käufen der letzten Monate. Sie erinnert mich nicht daran, wann mein Verkaufsfahrer kommt, sie zeigt nicht das Foto meines persönlichen Verkäufers, ich kann auch online kein Trinkgeld geben. Das alles ist bei anderen Unternehmen viel besser gelöst.
Ich war neulich auf der Seite eines Anbieters, der ebenfalls Lebensmittel ins Haus liefert. (Keine TK-Ware.)
Dort werde ich beim Besuch (dank Cookie) mit meinem Namen angesprochen, in der Seitenleiste lächelt mir mein Verkäufer entgegen und ich sehe meine Bestellhistorie.
Es geht nur um mich und meine möglichen Bedürfnisse. Die gesamte Darstellung ist auf mich abgestimmt und ich fühle mich anerkannt, gut aufgehoben und gut bedient.

Natürlich geht es auch diesem Anbieter um seine Produkte und auch er möchte verdienen. Aber ich werde nicht mit einer unüberschaubaren Fülle von Produkten totgeschlagen.
Das System weiß, welche Produkte ich immer kaufe, welche ich noch nie gekauft habe und was bei uns besonders ankommt.
„Sie hatten beim letzten Mal Produkt A, B, D, H und M, möchten Sie das einfach wiederbestellen?“
Au ja, ich bin zu faul, um mich durch die ganzen Produkte zu wühlen und klicke einfach. Zack!

Dann schlägt mir das System noch Produkte vor, die ich „auch mal probieren“ könnte. Zu einem leicht reduzierten Preis.
Hier könnte man auch die Aktionen 5 für 4 usw. unterbringen (Achtung, Sie haben schon drei Produkte aus der Gruppe blabla im Warenkorb, bestellen Sie noch eins, dann erhalten sie ein weiteres kostenlos!)

Davon ist die Bofrostseite noch meilenweit entfernt. Einiges davon kann sie, aber eben noch nicht sehr geschmeidig und vor allem ist die Seite in erster Linie ein Produktkatalog, bei dem der Service auf Unterseiten versteckt ist.
Ich als Kunde, mein persönlicher Verkaufsfahrer und der Service, das gehört nach vorne, das muß mich in den Arm nehmen.

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32 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Sehr guter Beitrag. Noch haben wir unsere alten Kunden, von denen die meisten nicht im Internet bestellen. Aber wie sieht die Zukunft aus? Die Gesellschaft wird immer älter und die Renten immer bescheidener. Viele werden sich bofrost nicht leisten können. Vielleicht werden wir in Zukunft nur noch Auslieferungsfahrer sein.

  2. Das Wort Auslieferungsfahrer werden viele nicht gerne hören. Ich weiß auch nicht, ob es soweit kommen wird. Aber vielleicht werden wir so etwas wie mobile EDEKA-Männer, das heißt, wir sind mehr oder weniger für das Auffüllen der Regale (in unserem Fall Ausliefern) zuständig, aber wenn man was wissen will, sind wir kompetente und freundliche Berater.

    Wenn ich einkaufen gehe, laufe ich manchmal vor den Verkäufern regelrecht weg. Aber wenn ich einen benötige, dann soll er auch verfügbar sein.

  3. Im Einzelhandel gibt’s kaum noch Verkäufer. Obwohl ich mich gelegentlich über eine kompetente Beratung freuen würde. Ich war vor ein paar Monaten mit meiner Frau Schuhe kaufen. Da standen 2 Angestellte an der Kasse und unterhielten sich. Ich wollte schon fragen ob die nichts verkaufen wollen oder mit 2 Personen auf die Kasse aufpassen müssen.

  4. Kein Vertreter aus dem Hause Vorwerk „putzt noch die Klinke“, das von Haus zu Haus gehen – musste einem neuen Konzept weichen.
    Das Vertriebsmodell „Klinken putzen“ ist ein Auslaufmodell. Bisher ist es noch nicht ständige und damit keine gefestigte Rechtsprechung, aber die ersten Instanzgerichte fällten bereits Urteile die das Totenglöcklein in dieser Richtung läuten lassen.

    So fällten die Landgerichte Leipzig, Rostock, Bamberg und München, Urteile die in diese Richtung gehen.

    Das Landgericht Leipzig hat in einem Urteil (AZ: 3 O 227/10) entschieden, dass Haustürwerbung gegenüber Privatpersonen nur nach vorheriger Einwilligung im Opt-in Verfahren erlaubt ist.

    Das Gericht entschied, dass es sich bei einem Vertreterbesuch um eine unzumutbare Belästigung gemäß § 7 Abs. 1 UWG handele. Gemäß § 7 Abs. 1 UWG ist eine geschäftliche Handlung, durch die ein Marktteilnehmer in unzumutbarer Weise belästigt wird, unzulässig. § 7 Abs. 2 UWG zählt sodann Beispiele auf, die stets eine unzumutbare Belästigung darstellen.

  5. Das mein erster Kommentar gleich ein eigener Blogbeitrag wert ist :).

    Der Beitrag fasst es aber gut zusammen. Es sollte von mir auch kein Plädoyer gegen das alte Vertriebsmodell sein, da es dafür sicher noch eine sehr große und dankbare Zielgruppe bzw. einen Kundenstamm gibt. Aber gerade für die Neukundenwerbung sehe ich für „meine“ Generation größtenteils das Internet als primäre Anlaufstelle sowie die beste Möglichkeit Neukunden zu gewinnen.

    Ja, die Homepage ist wirklich sehr zweckmäßig, ich hab mich inzwischen aber damit angefreundet. Die Technik im Hintergrund scheint aber sehr veraltet zu sein, da mein Fahrer immer fragt“Sie bestellen ja wieder per Fax, oder?“ und Telefonbestellungen nicht in meiner Bestellhistorie auftauchen, weil es unterschiedliche Systeme seien. Daher bestelle ich auch nichts telefonisch, da ich mir mein System auf der Homepage gebastelt habe, mit dem ich inzwischen ganz gut fahre. Und ich möchte schlicht eine komplette Bestellhistorie online, um gegebenenfalls nochmal etwas nachgucken zu können.

    Ich habe 3 Merklisten für bereits gekaufte Produkte („gut“, „ok“, „schlecht“) sowie 1 Merkliste für Produkte, die ich in Zukunft noch probieren möchte und pflege diese nebenher. Ideal ist das System aber nicht, da es recht aufwändig ist.

    Neben den Vorschlägen im Blogbeitrag würde ich mir zum Beispiel wünschen, die Artikel direkt im Shop entsprechend markieren und evtl. individuell bewerten zu können. Produkte, die ich nicht mag, werden dann z.B. halbdurchsichtig an das Ende der jeweiligen Kategorien sortiert, Favoriten tauchen ganz vorne auf, danach folgen Produkte, die man probieren möchte, dann der Rest. Alles evtl. noch mit kleinen Symbolen markiert (Sternchen für Favoriten, ? für Probieren, – für schlecht), um es eindeutiger zu machen. Da man bei Bofrost (im Gegensatz zu Amazon) Artikel in der Regel regelmäßig bzw. mehrmals bestellt, würde man dieser individuellen Ausprägung bei Lebensmitteln durch ein solches System Rechnung tragen.

    Dazu müsste es endlich eine App geben, über die man bestellen kann. Die Homepage ist, trotz mobiler Anzeige, nur bedingt sinnvoll zu nutzen. Zumindest mir ist es per Smartphone viel zu umständlich etwas zu bestellen. Diese App könnte dann auch an Termine erinnern, sie gegebenenfalls in Kalender eintragen, etc.
    Da ihr ja offenbar bestimmte Routenplanungen habt, könnte man diese auch im System hinterlegen, sodass man sowohl auf der Homepage als auch in der App sieht, wann der Verkaufsfahrer in meiner nähe ist, damit ich genau zu diesem Zeitpunkt z.B. bestellen kann.

    Ansonsten müsste Bofrost halt im Internet aktiver werden. Die Facebook-Seite finde ich jetzt noch in Ordnung, es gibt deutlich schlimmere, und es werden ja diverse Aktionen durchgeführt. Aber die Kritik stimmt, es liest sich sehr stark wie eine PR-Maschine. Es gibt aber noch andere Kanäle wie Twitter und allgemein Onlinewerbung, die man testweise nutzen könnte. Gerade in den Social Media könnte man ohne weiteres viele Neukunden gewinnen, wenn man z.B. Testpakete an Neukunden verlost, etc. Durch eine Limitierung der Testpakete kann man Effekte ja relativ gefahrlos austesten.
    Mir ist zumindest in 15 Jahren Internet noch keine Onlineanzeige zu Bofrost über den Weg gelaufen.
    Man könnte auch überlegen, ob man ein Partnerprogramm anbieten möchte (hat Vor- und Nachteile) oder sich gezielt Partner sucht, mit denen man eine gemeinsame Kooperation bzw. Werbung fährt. Hier kann man sich ja gut Plattformen suchen, die größtenteils der gewünschten Zielgruppe entsprechen.

    Das vielleicht nur mal als grobes Brainstorming, falls irgendjemand von Bofrost hier mitliest, der Feedback sammelt und gegebenenfalls zur Umsetzung führen kann.

  6. Nebenbei, wenn man sich die Marktentwicklung anguckt, müsste Bofrost eigentlich „voll im kommen“ sein statt drohen ein „Auslaufmodell“ zu werden. Noch nie war die Bereitschaft Waren im Internet zu kaufen so groß wie jetzt. Inbsesondere das Internetshopping bei Lebensmitteln ist immer mehr im kommen, nachdem dieses Segment bisher in Deutschland nur sehr bedingt online nachgefragt wurde. Amazon hat hier kräftig ausgebaut und die großen Supermarktketten springen ebenfalls auf diesen Zug. Nachteil von Bofrost hier ist nur, dass sie nur das TK-Segment bedienen, während die anderen Anbieter ein Vollsortiment bieten. Selbst Burger King testet derzeit wieder einen per App gestützen Lieferservice, nachdem es von McDo und BK lange hieß, das würde sich nicht lohnen.

    Bofrost hat hier definitiv die Chance in einem der boomenden Segment vorne mitspielen zu können. Erfahrung ist ja definitiv vorhanden. Man müsste diese Chance und Entwicklung nur er- und begreifen.

  7. Dazu müsste man (bofrost*) den Stier bei den Hörner packen!
    Mutmaßlich war Vorwerk zu lange Vorbild für bofrost*, in bofrost* ist zwar nicht der „Geist des Weines“, aber der von Vorwerk.

  8. Hallo, das ist ja alles schön und gut…aber nicht immer machbar.

    Es gibt in einem Verkaufsgebiet halt nur ein Fahrzeug mit einem Verkäufer.
    Und wenn der am Morgen um 9.oo anfängt kann der Kunde sich die Lieferung um 19.oo Uhr abschminken.
    Es sei denn ein anderer Kollege ist in der Nähe.
    Aber in einem Ländlichem Gebiet mal eben 15 Kilometer hin und dann 15 zurück in die Tour kann sich kein Verkäufer leisten. Mit Lieferung und Beratung ist da schnell ne knappe Stunde weg.
    Und in der Zeit hat ein Verkäufer 7 – 9 Kunden zu beliefern.
    Deshalb ist die online – Bestellung zu einem Wunschtermin so problematisch:
    wir sind halt keine Pizza – Fahrer, die am Tresen stehen und auf den nächsten Auftrag warten,
    sondern haben meist einen vollen Tagesplan mit 54 – 60 Kunden, die einen festen Termin haben,
    an dem wir auf der Matte stehen.

    mfg Stefan

  9. Klar, der Einwand ist verständlich. Daher rufe ich auch zuvor immer meinen Fahrer an und frage, wann er in der Nähe ist und was mögliche Zeiten wären. Ich habe in der Regel auch nicht die Zeit für das 2-Stunden-Zeitfenster und versuche eine genauere Zeit abzumachen. Das funktioniert bei mir auch ganz gut. Am Anfang gab es noch Probleme, weil dann dauernd die Niederlassung angerufen hat und mir einen anderen Termin anbieten wollte, obwohl ich ihn mit dem Fahrer zuvor persönlich abgesprochen hatte, was dann das Gespräch beendete. Dennoch empfand ich es teilweise als etwas nervig.

    Daher ja der Vorschlag, eure Routenplanungen im Onlineshop zu hinterlegen, damit mir beim Bestellvorgang mögliche Zeitfenster, zu denen eine Belieferung möglich wäre, direkt angezeigt werden.

    Das wäre am Anfang etwas Arbeit dies umzusetzen und zu implementieren, allerdings dürfte es auch einigen Aufwand bedeuten, bei den ganzen Onlinebestellungen mit Wunschtermin immer manuell einen passenden Termin abzusprechen bzw. im Zweifel ungünstige Termine für den Fahrer in Kauf zu nehmen.

  10. Was bofrost* möglich ist oder nicht, die Alternative lässt sich in einem simplen Satz ausdrücken: „Vogel, friss oder stirb“.

    Jim zerbricht sich für bofrost* den Kopf über die Machbarkeit von diesem und jenem, auch gut.
    Eigentlich sind dazu die Mitarbeiter von bofrost* aufgerufen. Kein Verbraucher muss von bofrost* Produkten leben, aber die Mitarbeiter leben vom Geld der Verbraucher!

    Ein Wort zu dem „italienischen Modell“, was in Italien läuft, geht in Deutschland noch lange nicht. Siehe den Fahrzeugtyp Lancia des Fiat Konzerns, in Italien fast ein Renner und in Deutschland ein Flop. Der Verkauf in Deutschland wurde eingestellt!

  11. Jeder Centurio der am Niederrhein seinen Dienst versah war gut beraten, seinen Blick über Trier hinaus auch nach Rom zu richten – wollte er seine Zukunft nicht aus den Augen verlieren.

    Bofrost hat ja schöne Teller, aber über dem Tellerrand ist eine andere Welt.

  12. Glaubt bei bofrost* auch nur eine Person daran, dass der oder die Verbraucher/in die gegen 19:00h nach Hause kommt, um 19:30h einen Anruf von bofrost* wünscht?
    Um 19:30h steht die Verbraucherin entweder unter der Dusche, am Herd oder kontrolliert die Hausaufgaben der Kinder.
    Es gibt kaum einen ungünstigeren Zeitpunkt für eine Störung, als bei der Kontrolle von Hausaufgaben. Ist sie Single, dann steht ihr der Kopf auch dann nach allem anderen, und nur selten nach einem Plausch mit einem bofrost* Mann.

  13. „Kein Vertreter“ kann nicht stimmen, bei meiner Frau hat letzte Woche erst jemand geklingelt. Ein netter älterer Herr von Vorwerk.
    Wir sind keine Karteikunden oder sowas und haben auch keinen Vorwerk-Staubsauger.

    „Wir sind mal wieder unterwegs, Sie kennen uns ja bestimmt, die Firma Vorwerk ist mal wieder da, Sie haben doch bestimmt ein Gerät von uns, ich würde das gerne mal durchschauen und kostenlos überprüfen. Habe auch noch ein tolles neues Gerät dabei, das Ihnen beim Putzen helfen kann.“

    Und der freundliche Mann hat die ganze Siedlung abgeklingelt.

    So ganz abgeschafft scheint das System nicht zu sein.

  14. Oh, wenn eins sicher ist, dann daß Bofrost* hier mitliest.
    Das merke ich an diversen Reaktionen. Man nimmt keinen Einfluß auf mich, aber ab und zu bekomme ich, wenn ich über etwas gemeckert habe oder einen Vorschlag bringe oder ein Produkt vermisse, eine Mail, in der erklärt wird, warum das Produkt jetzt aus dem Programm genommen wurde usw.
    Die lesen also sehr aufmerksam mit.

  15. Das sind wahre Worte. Aber es geht ja auch nicht darum, das bestehende System 1:1 zu übernehmen und um einen Online-Lieferdienst zu erweitern. Das wäre vielleicht dem Wunschdenken weiter oben sehr nahe. Aber man kann auf einen hart arbeitenden Esel nicht immer noch mehr Last draufpacken.

    Nein, es geht darum, ein System zu schaffen, daß den neuen Entwicklungen und Bedürfnissen angepasst ist.
    Dann hat man eben nicht mehr nur einen festen Bezirk sondern mit Hilfe einer völlig neuen Tourenplanung werden einem nur Touren innerhalb eines bestimmten Raumes und Zeitfensters eingeplant. Denn langfristig hätten wir fast nur noch Online-Besteller.
    Sicher, die alten Kunden dürfen nicht hinten runter fallen, aber die wären sowieso mit einer Belieferung einmal im Monat völlig zufrieden.

  16. @ Otto: Ich glaube nicht, daß Vorwerk ein Vorbild für Bofrost war. Die Vergleiche und Parallelen ergeben sich lediglich aus der Tatsache, daß beide Direktvertrieb betreiben.

  17. Hey Rolf Frostmann, du kennst den Song: „Der bofrost* Mann“! Gibt es etwas ähnliches mit Bezug auf den Vorwerk Mann 😉 (Ich denke, Du hast die nötige Gelassenheit)

    …solche Vorführungen gab es bisher nur in deutschen Wohnungen, wenn Vorwerk-Vertreter von Tür zu Tür zogen. Doch nun, 81 Jahre nach der Einführung ihres reinen Direktvertriebs, ändert die Firma ihre Strategie. Sie bietet ihre Produkte in einem eigenen Online-Shop an.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/umbruch-bei-vorwerk-der-kobold-laesst-die-kunden-antanzen-a-801380.html

  18. Mit junger Kundschaft allein – ist es nicht getan, kaufkräftig muss sie auch noch sein.
    Wer ist jung, und in absehbar kürzester Zeit mit relativ großer Kaufkraft ausgestattet?

    Studenten! …die just ihren akademischen Grad verliehen bekommen.

    Was bleibt uns Menschen am längsten im Gedächtnis? Es sind die angenehmen Erinnerungen!
    Begebenheiten die mit herausragenden – schönen – Ereignissen zusammen treffen. Ein solches Ereignis ist die Graduierung an einer Hochschule oder Universität. Die Begebenheit ist der Glückwunsch von bofrost* mit einem Gutschein.

    In den Universitätsstädten und Hochschulstädten sollte am Tag der Titelverleihung: Bachelor, Master, Promotion etc. ein Neukundenwerber auf dem Campus stehen und die frisch gebackenen Akademiker beglückwünschen. Beglückwünschen in der Form, dass er ein äußerlich ansprechendes Kuvert überreicht das zum Inhalt einen Gutschein von mindestens 25 Euro hat. Besser 50,– €, damit ist die Einlösung eher gewährleistet.
    In keinem Fall darf ein Katalog überreicht werden, Thema und einziger Mittelpunkt ist die Freude über das Ergebnis langer Jahre harter Arbeit.

    Noch besser ist es, an Stipendiaten heranzukommen die gerade ihre Graduierung bekommen!
    Stipendiaten (z.B. der Konrad-Adenauer-Stiftung sind Studenten die in den Genuss der Hochbegabten Förderung kommen) Diese haben so gut wie in jedem Fall, bereits sechs bis zwölf Monate vor Studienende einen Arbeitsvertrag in der Tasche. Dadurch das sie ihren Arbeitgeber quasi aussuchen können, haben sie vom Start weg – mehr Geld in der Schatulle, als der große Rest der Studentenschaft.

    Meist verbandelt sich ein Akademiker mit einem anderen, bofrost* hat dann ein Paar das den „Geruch des Geldes“ schnuppern will. Vor lauter „Geld machen“ kommen die gerade noch zum kochen. Zum Einkaufen – nur in Konsumtempel.
    Verbrauchermärkte? Dafür ist denen die Zeit zu kostbar!

    Das ist nur eine Idee von mehreren, strengt den eigenen Kopf an!

  19. Ja, ich liebe solche aus dem Zusammenhang gerissenen Zitate 🙂
    Da steht nur, daß Vorwerk jetzt auch Shops hat.
    Betonung auf „auch“.
    Weiter heißt es dort:

    „Die Fachberater bleiben der Kern unserer Strategie“

    Nee, nee, die Vertreter gibt es weiterhin. Die suchen sogar händeringend!

  20. Das macht der nette Italiener bei uns an der Ecke (auf meinen Rat hin) seit drei Jahren.
    Immer wenn Einschulung ist, geht er vorher zum Rektor der Grundschule, fragt, wieviele Kinder eingeschult werden und gibt die entsprechende Stückzahl an Gutscheinen für einen Dreikugelbecher Eis „nur für Schulanfänger“ heraus.

    Effekt: Keiner der Schulanfänger kommt alleine, sondern die kommen mit Eltern und Geschwistern und alle essen ein Eis und nur eins davon gibt er kostenlos her.
    Die Wiederkehrerquote ist gigantisch.

    Das vergessen die Kids nicht: Der nette italienische Onkel, der mir zu Einschulung ein Eis geschenkt hat.

    Fazit: Die Aktion kostet ihn unterm Strich keine 20 Euro, entgangener Gewinn vielleicht 40 Euro.
    Dafür aber ein Vielfaches an Einnahmen und ein zukünftiger Kundenstamm.

  21. Siehst du, wie das der Italiener macht – solltest du deinem Arbeitgeber vorschlagen!

  22. Ja, Vorwerk sucht Berater – die auf Bestellung ins Haus kommen.

  23. Siehst du, wie das der Italiener macht – solltest du deinem Arbeitgeber vorschlagen!
    …allerdings nicht mit Kindern!

    Mit der „Kinderwerbung“ bist du auf einer total schiefen Ebene.

    Kinderwerbung

    Bei Kinderwerbung geht es einerseits um Werbung gegenüber Kindern, andererseits um Werbung mit Kindern.

    Werbung mit Kindern, z. B. in Form von TV-Werbespots, in denen Kinder für einen bestimmten Joghurt schwärmen, ist in Deutschland grundsätzlich zulässig.

    Werbung gegenüber Kindern hingegen unterliegt besonderen Anforderungen, an denen sich auch wiederum die Werbung mit Kindern messen lassen muss, da durch die Werbung mit Kindern häufig gerade Kinder angesprochen werden sollen.

  24. Wie immer findest Du in jeder Suppe ein Haar und erfüllst damit Mark Twains Klischee über die Deutschen: „Jeder Deutsche ist ein kleiner Notar, beständig bemüht, seinem Nächsten einen Fehler nachzuweisen.“ „In Deutschland lernen die Kinder das Naserümpfen noch vor dem Naselernen.“ und „Wenn der Deutsche kein Haar in der Suppe findet, schüttelt er so lange den Kopf, bis eines hineinfällt.“

    Wahrscheinlich sitzt Du grinsend vor dem Computer und reibst Dir die Hände, wenn Du wieder einmal mit kruden Argumenten die Bemühungen um Ideen und weitere Vorschläge torpedieren kannst.

    Ich lasse mich aber davon nicht entmutigen und versuche in Deinen Kommentaren immer noch was Nutzbringendes zu entdecken.

    Ich bin mit „Kinderwerbung“ auf gar keiner Schiene, schon gar nicht auf einer falschen.
    Kinderwerbung bei denen rotznasige „Kids“ durch die Nase irgendwelche Botschaften aus dem Fernseher nöhlen, nötigen mich zum Umschalten.
    Ich habe Kinderwerbung in dieser Form auch nie hier zum Thema gemacht; so gesehen geht Deine Argumentation ins Leere.

    Und Werbung bei Kindern ist eine Sache für sich.
    Kinder sind, das weiß jeder, der etwas Bescheid weiß, die kaufkräftigen Kunden von morgen.
    Deshalb sind sie immer im Visier der Marketingstrategen.

    Bei der Aktion des freundlichen Italieners handelt es sich ganz sicher um Marketing und Werbung, aber eben nicht in der Form von plumper Reklame, sondern indem er einfach etwas verschenkt.
    Daran ist ja keine Bedingung geknüpft. Daß sich daraus aber für ihn ein Geschäft ergibt, ist seiner Geschäftstüchtigkeit zu verdanken, ist aber meilenweit von Kinderwerbung entfernt.

  25. Auch davon steht genau nur das im Artikel was Du zitiert hast.
    Dort steht aber nicht, daß es die klassische Kaltakquise nicht mehr gibt.
    Und die gibt es nach wie vor.

  26. Welche Probleme hast du mit „rotznasigen Kindern“, welche mit „den Deutschen“?
    Auf welchem Hof hast Du deine Kindheit verbracht? Warum lässt Du derart die Hose runter?
    …der gute Bauer erkennt seine Schweine am grunzen.

    Die Altersdiskriminierung findet nicht zwangsläufig gegenüber Senioren statt, auch Kinder können betroffen sein. Wähle deine Worte in Zukunft mit Bedacht!

  27. Dann bin ich mal gespannt, was in Zukunft bei Bofrost im Bereich Online/Onlineshop passieren wird.

  28. Es ist ja fast schon niedlich, wie sehr man Deine Scheinargumente vorausahnen kann 🙂
    Ich habe keine Probleme mit „den Deutschen“, ich habe nur den Schriftsteller Mark Twain zitiert, weil ich bei manchen Zeitgenossen einige Parallelen zu seinen feinsinnigen Beobachtungen erkennen kann.

    Und gegen rotznasige Kinder habe ich überhaupt nichts. Vielleicht gehört es mitunter dazu, daß Kinder auch mal rotznasig sind. Aber in der Fernsehwerbung wird ein bestimmter Typus Kinder dargestellt, der nach meinen Beobachtungen nicht viel mit realen Kindern zu tun hat.
    Es wird hier ein Typus dargestellt, der vornehmlich durch die Nase spricht und einen nöhlenden Ton äußert.

    In Werbekreisen gilt das als „niedlicher Typus“, mir gefällt das nicht, weil ich nur ganz wenige solcher Kinder in der Realität erlebe.

    Das Werbefernsehen bildet ja auch bewußt nicht die Realität ab, sondern eine idealisierte Scheinwelt, die durch den Kauf der beworbenen Produkte erreichbar sein soll.

    Deine Äußerungen bezüglich Hof, Schwein und Grunzen grenzen schon fast an Beleidigung. Ich möchte Dich bitten, in Zukunft Deine Worte mit Bedacht zu wählen.

  29. Hi, ich bin mit 47 Jahren eine Mischkundin: Meist bestelle ich online, manchmal vergesse ich es und „plötzlich“ steht Bofrost vor der Tür. Selten bestelle ich am Telefon. In letzter Zeit klappte zwar das Vorbestellen der explizit vorab zu bestellenden Produkte, jedoch, „Normalartikel“ wie Tortelini kamen dann nicht mit. Das ist zwei bis drei mal trotz Vorbestellung passiert. Vorletzte Woche habe ich entnervt ins Eingabefeld geschrieben, dass ich „nicht da“ nicht hören will, sonst brauch ich mir die Arbeit mit der Vorbestellung nicht machen. Ja, Bofrost sollte wirklich an der Software noch etwas feilen. Die Software muss die Sachen auch auf das Pad des Fahrers legen, damit er entsprechend den Wagen bestücken kann.
    Mein vermerk hat geholfen. Hihi.
    Man darf aber nicht vergessen: Bofrost steht und fällt mit den Mitarbeitern! Bietet mir der freundliche Fahrer an, die „nicht-da-Produkte“ nachzuliefern, OK. Einem andern war es offensichtlich wurst. Mir dann auch. Dann wird das halt woanders besorgt, oder was ähnliches.
    Schön, das Bofrost mitliest. Ich liebe den Audiokatalog. Der läuft bei mir auch zum bewussten Hören, aber auf viele Produkte stoße ich nebenher, beim Aufräumen oder so, dann springt mir ein Produkt ins Ohr.

    Rolf, gern würde ich in Deinem Bezirk wohnen! Warum sind die äußerst netten, die sich echt Mühe geben, eigentlich immer in anderen Bundesländern oder Vertretungsfahrer? Und, ist einer gut, kriegt er einen größeren Bezirk und geht hier verloren.
    Bin gespannt, wo die Zukunft von Bofrost hingeht. Grüßle, Schwedenlady

  30. Ab Montag gibt es auf Facebook eine Seite, die sich nur mit Dir befasst. 😉

  31. Ab Montag kannst Du auf Facebook etwas lesen. 😉

  32. …jeder neben der Sache liegende Beitrag von Dir, wird dort – auf Facebook – kommentiert. ;.)

Lies bitte vor dem Kommentieren meine Kommentar-Spielregeln.