Frisch ist nicht gleich frisch

Neulich habe ich, während ich eine Kundin belieferte, aus deren Küchenradio Brocken einer Radiosendung mitbekommen.
Da hieß es, man habe nun frisches Obst und frisches Gemüse und auch Fisch und Fleisch mit Tiefkühlware verglichen.
In allen Bereichen hätten die Ergebnisse erbracht, daß die TK-Ware wesentlich frischer und besser ist, als das, was ein gut sortierter Supermarkt zu liefern im Stande ist.

Das erstaunt mich nicht.
Ja, bei Geflügel hieß es sogar, daß man gefrorene Produkte bevorzugen sollte, diese aber auf jeden Fall gut durcherhitzen sollte.

Wenn ich mir anschaue, was in unseren zwei großen Supermärkten hier mit der Frischware gemacht wird, dann glaube ich das gerne.

Das Gemüse wird bei besonders günstiger Beleuchtung präsentiert und alle paar Minuten vollautomatisch aus einer Benebelungsanlage befeuchtet.
Dadurch sieht es toll aus, wirkt immer ganz frisch und lecker.
Daheim welkt es einem dann unter den Fingern weg.

Abends wird das Zeug in die Kühlung geschoben und kommt am nächsten Tag wieder frisch in die Auslage. Eventuell werden braune Blätter vom Salat weggezupft und schlechtes Obst aussortiert.
War aber einmal eine verdorbene Frucht in der Auslage, ist nicht ausgeschlossen, daß auch die anderen, noch schön aussehenden Früchte was abbekommen haben.

Es ist mittlerweile eine unumstößliche Wahrheit, daß frisch eingefrorene Produkte oftmals viel besser sind als ihr Ruf und die angeblich so frische, durch halb Europa gekarrte Konkurrenz!

Man muß aber bei der Betrachtung der Lebensmittel, von denen man sich ernährt, zwei Dinge unterscheiden.
Da gibt es Tiefkühlprodukte, die einfach nur leicht vorbehandelt eingefroren sind und dann gibt es industriell hergestellte Lebensmittel, die vor dem Schockfrosten mehrere Bearbeitungsschritte durchlaufen haben.

Das kann bei einigen Herstellern so weit führen, daß man am Ende ein künstliches Produkt vor sich hat, das mit dem, was auf der Verpackung steht, nur noch dem Namen nach etwas zu tun hat.
Beispielsweise übersteigt der Anteil an Himbeeren, der für Himbeerjoghurt notwendig wäre, bei weitem die Menge, die weltweit zur Verfügung steht. Also müssen sich die Lebensmitteltechniker etwas einfallen lassen.
Ein typischer Billigjoghurt enthält, wenn man die Zutatenliste liest, vor allem Rote-Beete-Saft, Fruchtauszüge und Zucker. Was mit Fruchtauszüge gemeint ist, weiß der Verbraucher nicht, Himbeeren dürften es auf jeden Fall nicht sein.
Und die kleinen, vielen lustigen Himbeerkerne? Lebensmittelgeeignete Baumrinde wird zu den kleinen Kernchen verarbeitet und manchem Joghurt zugefügt.

Bei Bofrost haben wir es mit beiden Sorten von Produkten zu tun, den frisch eingefrorenen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Fisch usw. und den verarbeiteten Produkten, wie Fischstäbchen, Fleisch mit Soße usw.

Hier greift aber die bofrost* Reinheitsgarantie, nachzulesen in jedem Bofrost*-Katalog:

– garantiert ohne Geschmacksverstärker
– garantiert ohne künstliche Farbstoffe
– garantiert ohne bestrahlte Zutaten
– garantiert ohne Gen-Produkte

Auch bei Bofrost gilt: es ist egal ob Lebensmittelzusätze explodieren können, denn sie sind bei Bofrost einfach nicht drin.

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo lieber Frostmann,
    Woher kommt denn die Behauptung mit der Baumrinde um Joghurt? Gibt es da eine seriöse Quelle? Das erinnert mich stark an Erdbeerjoghurt mit Sägespänen… Und das ist ja auch Quatsch…

  2. Unser Verkaufsfahrer erinnert mich immer an George Clooney. Der letzte sah aus wie Gollum 🙂

  3. Das mit der Sägespäne dürfte daher rühren, dass die Aromen für die Joghourts aus z. B. Sägespänen gewonnen werden. Und dann meist mit Fruchtteilen eingekockt werden.

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