Frühlingsrollen

Zu den Frühlingsrollen, Art. Nr. 243, erreichten mich in den letzten Wochen mehrere Fragen und vorgestern fragte mich auch eine Kundin etwas dazu.
Deshalb will ich das jetzt mal hier zusammenfassen und beantworten.

„Wenn ich die bo* Frühlingsrollen mache, ist die Füllung vor allem in der Mitte immer noch gefroren. Wie verhindert man das? Länger drinlassen kann ich die nicht, dann verbrennen die außen.“

„Die schreiben, man soll die Frühlingsrollen am besten in der Friteuse machen. Habe ich aber nicht. Kann ich die auch im Backofen oder in der Pfanne machen?“

„Sind die Frühlingsrollen eine Hauptmahlzeit oder eine Beilage?“

„Wenn die Füllung nicht heiß wird, hilft es dann, die Rollen noch auf dem Teller ziehen zu lassen?“

Die gefüllten Teigrollen werden tatsächlich sehr schön, wenn man sie in der Friteuse zubereitet. Hier wird auch in der Regel die Füllung heiß.
Das Problem bei allen recht dicken Produkten mit einer Füllung liegt einfach darin, daß man oft in der Mitte noch einen eiskalten Kern hat.
Hier gibt es mehrere Möglichkeiten, um das zu vermeiden.

Sie nach der Zubereitung ziehen zu lassen, bringt wenig. Durch das Frittieren ist die äußere Oberfläche so knusprig, daß die Hitze kaum noch nachträglich nach innen wandert

Viele Kunden lassen die Rollen etwas antauen. Das würde ich persönlich aber nicht machen.
Ich beschreibe mal, wie ich die Rollen zubereite, so werden sie nämlich außen knusprig und innen schön heiß.

Ich bereite die Frühlingsrollen in der Pfanne zu. Dazu muß man aber schön viel gutes Öl nehmen. Es lohnt sich nicht, irgendwelche Edelöle (Erdnußöl etc.) einzusetzen, aber das allerbilligste Rapsöl muß es auch nicht sein.
Das Öl kann man übrigens mehrmals verwenden. (Wenn es abgekühlt ist, einfach in ein gespültes Marmeladenglas geben und im Kühlschrank aufbewahren. Da sinken dann auch Schwebstoffe ab und wenn man es dann vorsichtig wieder in die Pfanne gießt, bleiben die Schwebstoffe im Glas zurück und können entsorgt werden.)

Wenn das Öl in der Pfanne heiß ist, brate ich die Frühlingsrollen auf beiden Seiten goldbraun.
Danach lege ich sie auf einen Teller mit Küchenpapier. Nun kommen die Frühlingsrollen für 20 Sekunden in die Mikrowelle.
Da das Gemüse in der Füllung recht viel Wasser enthält, reagiert es auf die Mikrowellen besonders gut, wird sofort heiß und man hat eine wunderbare Frühlingsrolle.

Wer will, kann die Rollen dann nochmals kurz ins heiße Fett in der Pfanne geben, dann knuspern sie nochmals nach.

Sehr gut funktioniert auch die Methode, die Rollen erst in der Pfanne mit Öl goldbraun zu braten und dann für 15 Minuten bei 175 Grad in den vorgeheizten Backofen zu geben.
Auch da werden sie außen knusprig und innen schön heiß.
Achtung: Mehrmals wenden!

Die Frühlingsrollen „loempia“ bzw. „lumpia“, die wir kennen, haben nur den asiatischen Ursprung mit ihrem Original gemeinsam. In Asien ist die Ummantelung deutlich dünner und die Rollen sind insgesamt kleiner.
Man hat diese Speise im Laufe der Zeit an unsere Eßgewohnheiten angepaßt.

Kleinere Frühlingsrollen, die auch im Handel erhältlich sind, sind hervorragend als Vorspeise, „side-dish“ oder Zwischengang geeignet. Die größeren Vertreter, wie die bo*Frühlingsrolle können durchaus als eigenständige Vor- oder Hauptspeise genommen werden.
Ein paar asiatische Nudeln mit Sojasoße dazu, oder auch gemeinsam mit Fischstäbchen oder auch mit asiatischen Köstlichkeiten, sind sie durchaus auch eine Hauptspeise. Man hat quasi Beilage und Gemüse in einem.
bo*Frühlingsrollen schmecken übrigens auch ganz hervorragend mit brauner Soße oder süß-sauer-Soße.

Die Frühlingsrolle ist eine sehr vielseitig einsetzbare Spezialität, die wiederum nicht so urtypisch asiatisch gewürzt ist, als daß man sie nicht auch zu Rinder- oder Schweinebraten essen könnte.

Lecker!

7 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Weil das Ding eben „bo*Frühlingsrolle“ heißt.
    Keine Ahnung, was sich die Produktnamenausdenker dabei denken, aber es ist so, daß manche Produkte, um sie als bofrost-Produkt herauszustellen vorne ein bo- drangehängt bekommen.

    Wenn Du meinst, ich hätte „neuerdings“ statt bofrost immer bo* als Abkürzung genommen, irrst Du Dich 🙂

  2. Ah, in der Tat habe ich nach Lektüre weiterer Artikel da den Firmennamen komplett gelesen. Das ich den Produktnamen nicht erkannte liegt daran, das ich selber nicht Kunde bin und bei der Verwandtschaft wo es etwas davon gibt, mir die Speisen immer ohne die Verpackung gereicht werden…
    Aber mit den Namen, ich wusste gar nicht, dass Russia Mönchengladbach und Russio Dortmund von Bofrost gesponsert werden. Aber bei Kloppo kommt mir das stimmig vor, genau wie die Volksbank und Opel-Werbung.

  3. Bofrost finde ich ne klasse Sache. Man bekommt es geliefert, hat keine Fahrerei, echt praktisch.

  4. Nicht nur die, sondern auch Bo*ris Becker, DJ Bo*Bo* und Bo* Derek, außerdem früher noch Humphrey Bo*gart und ganz früher mal Napoleon Bo*naparte.
    Du hast es durchschaut, Kompliment!

  5. Ich bin ebenfalls Verkaufsfahrer bei bofrost und bei uns ist das alles auch so, wie du es hier in deinen TExten beschreibst.

Lies bitte vor dem Kommentieren meine Kommentar-Spielregeln.

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