Ich kenne einen Ex-Bofrost*-Mann

Hallo Rolf, gestern in der Kneipe habe ich den Harald getroffen, der seit 3 oder vier Jahren alrbeitslos war. Jetzt hatte der sich bei Bofrost beworben und ist da erst einen Tag und dann eine Woche mitgefahren. Der Kollege der ihn eingearbeitet hat, scheint richtig gut verdient zu haben. Als Harald aber selbst gefahren ist hat er nichts verdient. Ich mein ihr könnt die Leute doch nicht ohne Geld nach hause schicken. Das Verlkaufen liegt ja auch nicht jedem muss man doch mal sagen.

Wenn einem das Verkaufen nicht liegt, warum bewirbt man sich dann als Verkäufer?
Die Menschen sind es heutzutage gewöhnt, sich im Supermarkt auf der grünen Wiese alles selbst aus den Kartons oder aus dem Regal zu nehmen und irgendeine Form der Beratung oder des persönlichen Services sucht man als Kunde vergeblich.
Das ist bei Bofrost* anders: Der Kunde muß nirgendwo hin, er bekommt alles wunschgemäß ins Haus geliefert, kann sich vom Fahrer beraten lassen, sich Empfehlungen aussprechen lassen und selbstverständlich kann er über die Kundenhotline alle Infos bis hin zur Ernährungsberatung kostenlos in Anspruch nehmen.
Dazu muß der Verkaufsfahrer aber auch ein entsprechendes Geschick mit bringen und sich im Laufe der Zeit zu einem Fachverkäufer entwickeln. Die Schulungen und vor allem die Eigeninitiative bringen einen da auf den richtigen Weg. Man bedient Kunden und verkauft aktiv.

Wer das nicht kann oder nicht will, der ist bei Bofrost* falsch.

Es kann aber nicht sein, daß dieser Harald gar nichts verdient hat. Selbst wenn er keine nennenswerten Umsätze macht, wird er seinen Tariflohn bekommen. Und selbst der ist immer noch ein anständiger Verdienst. Der Grundlohn ist keine attraktive Entlohnung, sondern die Basis, die einem die Sicherheit gibt, quasi das Schwarzbrot, das einem sicher ist und mit dem man kalkulieren kann.
Die Butter und die Wurst auf dem Brot, die muß man sich verdienen und dazu muß man eben auch seinen Hintern bewegen und den Kunden was verkaufen. Nur Kunden, die kaufen, bezahlen auch was und nur vom Bezahlten kann man seine Umsatzbeteiligung bekommen.

Man muß also ein guter Verkäufer sein oder zumindest den festen Willen haben, einer zu werden. Sonst hat das bei Bofrost* genauso wenig Zweck, wie bei anderen Firmen, bei denen man an vorderster Front Waren anbietet.
Immer wieder glauben Leute, sie müssten nur bei einem Unternehmen anfangen und könnten sich gleich in einem bereits gut eingeführten Bezirk ausruhen und es würden einem dann lebenslang die gebratenen Tauben in den Mund fliegen. So einfach ist das aber nicht! Ein Bezirk verändert sich, es ziehen Kunden weg, manche sterben, andere wollen auf einmal nichts mehr von Bofrost*. Dem muß man aktiv entgegen steuern, neue Kunden werben, das Interesse wach halten und eben aktiv verkaufen.
Nur hinfahren und hoffen, das ist zu wenig.

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Nach 3 oder 4 Jahren Arbeitslosigkeit dürfte auch nur noch wenig bis gar keine Motivation vorhanden sein den Hintern zu bewegen.

  2. @Außendienstler:

    Nach 3 oder 4 Jahren Arbeitslosigkeit dürfte auch nur noch wenig bis gar keine Motivation vorhanden sein den Hintern zu bewegen.

    Wir sind einer Meinung.

  3. Wenn ich ein Grundgehalt bekomme und nicht mal dazu verdiene als Werber dann fühlt man sich verarscht. Ich bin kein geborener Werber,hab mich als Verkaufsfahrer beworben und schwubs suchen sie nur Werber aber mit Verkaufsfahrer locken. Alles seltsam einwenig. Nicht mal ne Werbeprämie bekommt man. Stimmt so einiges nicht und sie widersprechen sich. Filiale zu Filiale sicherlich verschieden

  4. Tariflohn wenn es innerhalb von Bofrost Vertriebspartner gibt die deutlich weniger zahlen – naja.

Lies bitte vor dem Kommentieren meine Kommentar-Spielregeln.

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