Seuche!

Ich habe hier ja des öfteren schon übers Wetter geklagt, aber das hier macht mich momentan fertig!
Okay, es ist April und da macht das Wetter sprichwörtlich, was es will. Aber mein Kreislauf ist ein November-Kreislauf und macht dieses Hin und Her nicht mit.
Regen schifft einem in den Kragen, dann brennt einem Sonne aufs Haupt, im Auto beschlagen die Scheiben. Dann wieder ist es kalt, wenig später möchte man alle Fenster runterkurbeln, weil’s so warm ist.
Ich finde das, gelinde gesagt, zum Kotzen und voll die Seuche.

Am Niederrhein, ja, da regnet es immer, da kennt man die Sonne ja nur aus der Tagesschau und dem Wetterbericht, aber hier bei uns wäre jetzt an und für sich Frühling angesagt.

Papa, kannst Du mir mal helfen?

Vor ein paar Wochen kam meine Tochter zu mir und fragte mich: “Papa, ich muß für die Schule ein Referat vorbereiten und eine Arbeitsmappe als Jahresaufgabe. Als Themenbereich soll das was mit Biologie und Ernährung zu tun haben. Mir fällt dazu aber gar nichts ein.”

“Wie wäre es denn mit dem Thema Tiefkühlkost?”

“Au ja! Prima! Da kennst Du Dich ja aus, da kann ich Dich doch bestimmt was fragen, oder?”

“Ja, wenn es so weit ist, kommst Du einfach und wir bereiten zusammen etwas vor. Daraus kannst Du dann Dein Referat erarbeiten.”

“Toll!”

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Bofrost* “Von Meisterhand Joghurt-Erdbeer-Rhabarber”

erdbeer-rhabarberDa haben wir eine ganz besondere Eis-Köstlichkeit im Sortiment. Ich bin ja eigentlich kein Erdbeereisfan. Mein Lieblingseis ist und bleibt das Vanilleeis.
Früher gab es bei uns zu Hause, also als ich noch als Kind bei meinen Eltern wohnte, immer Fürst-Pückler-Eis. Das ist ja immer Vanilleeis mit Erdbeereis und Schokoeis.

Das war für unsere Familie genau das Richtige. Mein Vater wollte nur Schokoladeneis, meine Mutter liebte Erdbeer und für mich blieb Vanille.

Aber heute probiere ich immer alle möglichen Sorten durch, wobei Vanille mein Liebling bleibt.
Jetzt bin ich aber in unserem Sortiment mal auf die Sorte “Joghurt-Erdbeer-Rhabarber” (Art.-Nr. 01063) aufmerksam geworden.

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Outdoor

Wie viele Leute fahren eigentlich in der Wohnung Fahrrad? Und wenn ich Fahrrad sage, dann meine ich ein richtiges Fahrrad und nicht so einen Hometrainer.

staubmasken

Seniorenangebot

In einem Laden hier stand heute ein Schild im Schaufenster: “Besonderes Angebot für unsere Senioren”.
Ich habe mich, weil ich sowieso in dem Geschäft zu tun hatte, mal erkundigt, was es da gibt.
Es gab eine kostenlose “Seniorentüte” mit einem extralangen Schuhanzieher, einer Sockenanziehhilfe und einer Probepackung Inkontinenzeinlagen.

“Ah ja, interessant”, sagte ich: “Aber das ist ja eher nichts für mich, ich bin ja noch jung.”

“Wieso?” fragte die Verkäuferin: “Sie gehören doch schon zu den Senioren.”

“Was? Ich? Nee!”

“Doch, bei uns ist man ab Mitte Vierzig Senior.”

Nein, da können die sich auf den Kopf stellen, ich bin kein Senior, ich bin nicht alt!

Ausweis -2-

Ach, da fällt mir ein: Ich hätte der Neukundin ja mein neues Krankenkassenkärtchen zeigen können, da ist ja ein Foto drauf.
Obwohl… mit DEM Bild? Nee, lieber doch nicht!

Haben Sie einen Ausweis?

Ich stehe mit dem riesengroßen Bofi direkt vor dem Haus der Neukundin, ich habe Bofrost-Arbeitskleidung an und die Dame an der Haustür fragt: “Haben Sie einen Ausweis? Da könnte ja jeder kommen. Am Ende sind Sie von einer ganz anderen Firma.”

Ich will so eine Dienstmarke an der Kette, wie die Kripo sie hat. Vorne der Bofrost*-Schriftzug und hinten drauf meine Personalnummer.

Krankenkassenkärtchen

Jetzt muß man es ja gar nicht mehr so oft vorzeigen, sein Krankenkassenkärtchen, diese Praxisgebühr ist ja entfallen und deshalb fragen die freundlichen Damen an der Rezeption beim Arzt nicht mehr so oft danach.
Aber es gibt jetzt die neue elektronische Versichertenkarte, auf der auch ein Foto drauf ist.
Ich bin extra zum Photo-Porst gegangen, damit das Bild schön aussieht.
Und was schickt mir die Krankenkasse gestern zu?

Ein Bild auf dem ich aussehe, als würde ich in Aktenzeichen XY gesucht.

Wirklich! Das Bild, das ich einsandte und das Ergebnis auf der Karte haben nichts miteinander zu tun. Irgendwie haben die den Kontrast aufgedreht und die Helligkeit verändert…

Egal, ich muß es ja wie gesagt nicht mehr so oft vorzeigen.

Wenn man mal muß

Bild: © Karin Wobig  / pixelio.de

Bild: © Karin Wobig / pixelio.de

Wenn man mal muß. Hm, danach fragte eine Leserin gestern per Mail. Tja, das machen wir Bofrostmänner und -frauen so, wie es alle anderen auch machen, die weitab von zu Hause oder dem Unternehmen unterwegs sind.
Man sucht sich auf der Strecke geeignete Punkte, die man im Falle eines Falles anfahren kann.
Das kann eine Gaststätte sein, das kann eine Bäckerei sein oder eine Tankstelle.

Auf jeden Fall haben wir kein eigenes Töpfchen dabei und wir gehen auch nicht in die freie Natur.
Nur im allergrößten Notfall, der ja jeden mal treffen kann, würde ich einen Kunden fragen, ob ich mal sein stilles Örtchen benutzen darf. Wie gesagt, nur im allergrößten Notfall.

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Heute habe ich extra für Sie etwas Besonderes dabei

Pfannen, Messer, Fisch, Fleisch und Wein, das sind so die Artikel, die wir Bofrostmänner und -frauen zusätzlich zum normalen Sortiment anbieten sollen.
Nun habe ich ja eine Methode, die ich gerne teilen möchte. Ich habe diese Methode nicht erfunden und ich weiß, daß viele Kollegen ähnlich arbeiten. Aber manche Kollegen kennen das vielleicht doch noch nicht.
Ich habe meine Kunden weitestgehend zu guten Bekannten gemacht. Manchmal ist es der eine Satz zusätzlich, der sich nur ums Wetter oder die Enkel dreht, manchmal ist es ein Blick auf ein Foto in der Küche der Kundin (“Sind das Ihre Enkel?”), die diesen besseren Kontakt ermöglichen. Außerdem versuche ich mir bei guten Kunden zu merken, was sie mir erzählen. Dann kann ich beim nächsten Mal darauf eingehen. (“Geht’s Ihrem Bein jetzt wieder besser?”)

So versuche ich jedem Kunden das Gefühl zu vermitteln, ich käme extra wegen ihm. Ich sage nicht, daß ich sowieso in der Straße unterwegs bin, viel mehr sage ich: “Heute komme ich zu Ihnen, ich habe Ihnen auch etwas Besonderes mitgebracht” und dann präsentiere ich die Aktionsware mit den Worten: “Ich habe mir gedacht, das könnte doch vielleicht etwas für Sie sein.”

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