Ho ho ho!

Ich biege links ab. Dabei schaue ich in den Rückspiegel, setze natürlich rechtzeitig den Blinker und fahre vorsichtig.
Im letzten Moment kommt hinter meinem Wagen eine Radfahrerin hervor, tritt wie blöd in die Pedale und will mich noch überholen.

Ja sieht die denn nicht, daß ich abbiege? Ich muß kräftig in die Bremsen treten, das Auto schaukelt ganz schön.
Die Radlerin fährt an mir vorbei und zeigt mir einen Vogel. Weiterlesen →

Das ist kein Abfall

Eine meiner Kundinnen ist eine Metzgersgattin. Da war ich gestern. Sie arbeitet vormittags in der Metzgerei ihres Mannes. Fixtermin 14 Uhr, da hat sie Zeit für den Bofrostmann.
Ein paar Mal ist es mir schon aufgefallen, wenn ich hinten an der Wurstküche vorbei ins Treppenhaus laufe, daß die in der Metzgerei jede Menge gutes Zeug wegwerfen.
Der Geselle kommt mit einer roten Plastikwanne an mir vorbei und hat Wurstenden, dicke Stücke geräucherten Schinken und Endstücke von der Putenbrust in der Wanne und kippt das Ganze in den Container.

Heute habe ich die Metzgersfrau mal gefragt, ob das verdorben sei.
Nein, das sei alles ganz frisch vom Tag, sagte sie, man könne das nur nicht verkaufen, die Leute seien so anspruchsvoll.
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Kurze Frage: Schulanfang

Ich habe wirklich nichts getrunken, ich trinke sowieso kaum was und schon gar nicht, wenn ich arbeite.
Aber ich schwöre, ich habe vorhin ein Mädchen mit einer Schultüte gesehen.
So eine spitze Tüte, bunt beklebt, wie man sie normalerweise nur zum Schulanfang also zur Einschulung bekommt.
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Was heißt eigentlich al dente?

Lieber Frostmann,

du schreibst immer wieder gerne über Lebensmittel-Irrtümer. In der BILD las ich neulich, das al dente gar nicht das bedeutet, was wir so glauben. Da heisst es wörtlich:

Kennen Sie auch diese Gourmet-Schwätzer, die gerne lang und breit erklären, dass Pasta „al dente“ sein muss? Fragt man nach dem Grund, kommt meist die Antwort „Dann sind die Nudeln richtig bissfest!“

Stimmt das wirklich? Nein!

Ludger Fischer, Autor des Buches „Noch mehr Küchenirrtümer“ (Eichborn Verlag, 14,90 Euro): „'Al dente' heißt im Italienischen eher so etwas wie „gar“ und keineswegs „bissfest“. Seit Jahrzehnten plappern wir also gedankenlos diesen Irrtum nach, geben ihn an unsere Kinder weiter und schaffen uns so ein Land voller halbgarer Pasta-Esser.

Was denn nun? Was bedeutet denn al dente wirklich?

Liebe Grüsse
Kerstin aus Herten

Also, Giovanni, mein liebster Kochkumpel, ist Italiener und sagt, al dente heißt soviel wie für den Zahn. Es beschreibt die Konsistenz von Speisen, die man mit dem Zahn spüren kann. Wenn ich einem an sich weichen Kochpudding kleine Mandelstückchen enthalten sind (wie in meinem Lieblingspudding „Mändelchen“ von Polak), dann sind diese Mandelstückchen für den Zahn, also al dente.

Inzwischen wird dieser Begriff international fast ausschließlich im Zusammenhang mit (italienischen) Nudeln verwendet und beschreibt, da sind sich alle Küchenchefs einig, den Zustand einer garen Nudel, die noch nicht matschig gekocht ist, bei der man also trotzdem noch etwas zu beißen hat.
Keineswegs ist mit al dente gemeint, daß die Nudel im Kern noch hart oder gar ungekocht ist. Die Stärke des Nudelteigs kann sich nur dann richtig aufschließen, wenn auch der Kern der Nudel gut durchweicht ist.

Allerdings behält der Kern, obwohl er an sich natürlich gar und weich ist, eine gewisse Bißfestigkeit, wenn man die Nudeln nicht zu lange kocht.
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Theresa B. – melde Dich!

Da hat Theresa B. aus Köln einen Trüffel-Adventskalender gewonnen und sich bis jetzt noch nicht mit ihrer Postadresse gemeldet.

Liebe Theresa, falls Du das hier liest: Bitte melde Dich, ich würde Dir gerne Deinen Gewinn zusenden! Es ist zwar schon der 7.12. aber wenn Du Dich jetzt meldest, kannst du noch die meiste Zeit des Advents jeden Morgen ein Türchen aufmachen.

Also los, melde Dich!

Hier mal zur Kontrolle die anonymisierte Mailadresse von Theresa, damit sie auch weiß, daß sie das ist:

theresa.w****per@n**pol.de

Die anderen Gewinner haben ihre Kalender rechtzeitig erhalten, wie ich aus den Antwortmails entnehmen konnte.
Danke DHL!

Trinkgeld II

Hatte ich mich neulich über ein 5-Cent-Trinkgeld geäußert?
Okay, ich nehme alles zurück. Heute hat mich Frau B. umarmt, mir einen Kuß auf die Wange gedrückt und dann einen Geldschein in die Jackentasche gesteckt.

Was sagt man da? Man sagt: „Oh, das wäre aber nicht nötig gewesen“, meint aber: Prima!

Und im Wagen schaue ich dann, wie viel sie mir gegeben hat und es waren 50 Euro! Weiterlesen →

Macht Truthahn müde?

Angeblich soll man nach dem Verzehr von Truthahn (Pute) müde werden.
Doch das ist ein Lebensmittelmythos.
Dieser Mythos ist aus den USA zu uns herübergeschwappt, wo er insbesondere durch eine Folge der Sitcom-Serie „Seinfeld“ Nahrung fand.

truthahn-macht-muede

In dieser Folge lernt der Protagonist der Serie eine junge Frau kennen, die in ihrer Wohnung haufenweise das schönste Spielzeug hortet, als Andenken an ihren Vater, der das sammelte. Doch es darf niemand damit spielen. Und so kommt der Hauptdarsteller auf die Idee, die Frau müde zu machen, um dann während sie schläft, mit den Sachen spielen zu können.
Und um sie müde zu machen, bedient er sich eines üppigen Truthahnmals und es wird behauptet, das der im Putenfleisch enthaltene Stoff Tryptophan dafür verantwortlich sei, daß Menschen nach dem Genuß von Truthahnfleisch einschlafen.

Jedoch ist das eben nur ein Mythos. Weiterlesen →

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