Schupfnudeln mit Speck und Sauerkraut

Ein absoluter Klassiker: Schupfnudeln mit Speck und Sauerkraut

Auf Volksfesten, Weihnachtsmärkten und der Kirmes gibt es vor allem im Süden der Republik sehr oft köstliche Schupfnudeln. Die Leute essen das wie verrückt und legen 3-5 Euro für eine kleine Portion hin. Dabei sind Schupfnudeln so schnell auch selbst gemacht, vor allem wenn man die Zutaten von bofrost* nimmt.

Lesen Sie hier alles über die Schupfnudeln und anschließend gibt es noch ein ganz tolles, leckeres Rezept.

Schupfnudeln oder Fingernudeln sind ein Gericht aus der süddeutschen und österreichischen Küche, die es in regional verschiedenen Namen, Rezepten und Variationen aus Roggen- und Weizenmehl, Ei sowie seit der Einführung der Kartoffel im 17. Jahrhundert auch mit Kartoffelteig gibt. Traditionell werden sie von Hand geformt. Sie werden häufig mit Sauerkraut serviert, es gibt aber zahlreiche, auch süße, Variationen. Sie sind vergleichbar mit den Nocken (italienisch gnocchi).
Inhaltsverzeichnis

Etymologie
Das Wort „Nudel“ war ursprünglich eine Abwandlung von Knödel (vgl. auch Dampfnudel) und somit Teil eines großen Stamms deutscher Wörter, die mit der Silbe kn- eine Verdickung ausdrücken (Knoten, Knolle, Knospe, Knauf, Knopf). Der Name Schupf- oder Fingernudel bezieht sich auf Formung und Aussehen der Nudel, nicht auf deren Zusammensetzung.

Entstehung
Schupfnudeln waren als Gericht der Landsknechte bereits während des Dreißigjährigen Krieges bekannt: Die Soldaten formten aus der ihnen zugeteilten Mehlration und Wasser längliche Nudeln, die sie dann zubereiteten. Mit Import und Anbau der Kartoffel im 17. Jahrhundert in Deutschland wurde das Rezept erweitert und es entwickelten sich je nach Region unterschiedliche Rezepte und Zubereitungsarten.

Regionale Bezeichnungen
Schupfnudeln sind vor allem in der badischen und schwäbischen Küche verbreitet, und von hier stammt auch die heute deutschlandweit gebräuchliche Bezeichnung Schupfnudeln, also „gerollte Nudeln“. Ebenfalls in der alemannischen Küche beheimatet sind die Ausdrücke Bubespitzle (wegen der Ähnlichkeit der Nudeln mit einem Knabenpenis) bzw. auch Bubenspätzle und Baunzen.
In der (alt)bayerischen Küche werden die Schupfnudeln ebenfalls Schupfnudeln, aber auch Fingernudeln, Dràdewixpfeiferl oder Kartoffel- bzw. Erdepfebaunkerl genannt, in der Oberpfalz auch Schopperla bzw. Schoppalla.
In der Küche des Vorarlberg sind Schupfnudeln überwiegend als Grumpieranüdile bekannt.
Im Odenwald heißen Schupfnudeln Krautnudeln, in der Pfalz Buwespitzle, ähnlich einer Bezeichnung in der alemannischen Küche (siehe oben).
Die in Franken beliebten Bauchstecherla sind vergleichsweise dünn und spitz.

In der österreichen, der böhmischen und bisweilen auch in der altbayerischen Küche werden Schupfnudeln süß als Mohnnudeln serviert.

Zubereitung
Es gibt kein universell authentisches Rezept, sondern nur viele stark unterschiedliche regionale Zubereitungsarten mit allerdings oft universellem Anspruch auf Originalität und Authentizität.
Diese Verwirrung schlägt sich auch in der Fachliteratur nieder. So schreibt der große Duden etwa, die Schupfnudel sei „in Fett gebacken“, während Ludwig Zehetner in seinem bairischen Wörterbuch meint, „sie würden in Salzwasser gekocht“.

Ein einfaches Rezept verwendet für den Teig nur Roggenmehl und Wasser. Für den Teig können daneben aber auch Kartoffelteig (Kartoffelpüree), Weizenmehl und Ei verwendet werden. Aus dem Teig rollt man meist eine lange, dünne Wurst, schneidet sie in Stücke und formt mit der Hand die Enden zu Spitzen. Die genaue Form kann sich unterscheiden; oberschwäbische Schupfnudeln etwa sind eher dünn und lang. Kleinster gemeinsamer Nenner ist allein, dass die Nudeln mundgerechte Größe haben. Danach werden sie etwa 10 Minuten in Wasser gekocht oder frittiert, können aber auch in der Pfanne gebraten werden.

Anschließend werden die Schupfnudeln auf unterschiedliche Art serviert, häufig indem sie in einer Pfanne angebraten werden: Etwa in Salbeibutter, mit Sauerkraut oder süß mit Mohn oder Zucker und Zimt. In jedem Fall achtet man darauf, dass die relativ geschmacksarmen Nudeln das Aroma der anderen Zutaten aufnehmen. Sie können sowohl Beilage als auch Hauptbestandteil eines Gerichtes sein.

Trivia
Schupfnudeln, die in einer Pfanne zusammen mit Sauerkraut und fein gewürfeltem geräuchertem Speck gebraten werden, werden häufig auf badischen und schwäbischen Weinfesten als Krautschupfnudeln serviert.

Seite „Schupfnudel“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 26. Juni 2012, 08:57 UTC. URL (Abgerufen: 15. September 2012, 06:59 UTC)
Bilder Sauerkraut u. Nudeln: w.r.wagner / pixelio.de
Bild Speck: Jens Bredehorn / pixelio.de
Bild Fertiges Gericht: Olga Meier-Sander
Bild Rührei: Peter Freitag / pixelio.de

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