Was kann ich von Produktbewertungen bei Bofrost halten?

Leser Jim schreibt:

Ich halte ehrlich gesagt Bewertungen bei Lebensmittel und Bofrost für relativ sinnlos, da sie zu sehr auf subjektivem Geschmack beruhen und jeder andere Zubereitungen/Würzungen etc. gewöhnt ist. Ich hatte bei Bofrost schon Produkte mit miserablen Bewertungen, die mir hervorragend geschmeckt haben und welche mit fast nur Maximalbewertungen, die ich kaum essen konnte. Seitdem (und ich 1* Bewertungen bei Chili con carne lesen musste, weil „scharf“ oder „zu scharf“) ignoriere ich sie bei Bofrost und Lebensmitteln allgemein.

Ich kann daher jeden nur ermuntern auch Lebensmittel zu probieren, die eher schlecht bewertet sind, wenn man trotzdem an ihnen interessiert ist. Außer jemand mit ähnlichem Geschmack, den man kennt, rät davon ab.

Ja, Geschmack ist etwas, über das man bekanntlich nicht streiten kann.
So argumentiere ich hier auch immer, wenn jemand sagt, daß ihm etwas nicht schmecke.

Generell habe ich etwas gegen die Aussage „das schmeckt nicht“. Das habe ich schon meinen Kindern ausgetrieben. Besser ist die Formulierung: „Das schmeckt MIR nicht.“

Bofrost kann ja nur versuchen, einen mittleren Massengeschmack zu treffen. Die Produkte müssen so zubereitet und gewürzt sein, daß die Mehrheit der Kunden das akzeptiert. Nach oben wird es immer welche geben, denen die Produkte z.B. zu wenig gewürzt sind, und nach unten gibt es diejenigen, die alles viel zu salzig finden.
Wobei man eher nachwürzen kann, als Gewürze wieder wegzumachen…

So gesehen hat Leser Jim Recht. Produktbewertungen, die den Geschmack betreffen, sind eine persönliche Ansichtssache.
Aber dennoch sind die Bewertungen etwas wert. Wenn beispielsweise alle Leute, oder die überwiegende Zahl, schreiben, das sei zu salzig oder tranig, zu fettig oder zu matschig, dann gibt mir das schon einen Anhaltspunkt.

Vor vielen Jahren habe ich mal einen Staubsauger zum Probieren bekommen. Den fand ich nach dem Test so klasse, daß ich den gekauft habe.
Er hat so toll gesaugt, wie kein anderer. Eine Woche später kam das Test-Heft der Stiftung Warentest. Genau dieser Staubsauger wurde nur mit „ausreichend“ bewertet…

Und weil das so ist, hat Jim doppelt recht, man sollte alles ausprobieren und selbst entscheiden. Im Zweifelsfall gibt man es zurück und bekommt sein Geld wieder!

(Wobei das mit dem Zurückgeben eher symbolisch ist. Denn das was gegessen wurde, ist ja weg. Es genügt, wenn man Bescheid sagt, was für ein Produkt das war.)

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