Weniger Kunden, mehr Umsatz

Getobt hat er nicht, aber nur mit Zähneknirschen hat mein BVL zugestimmt, daß ich die Zahl meiner Tageskunden reduziere.
Ich habe eine sehr gemischte Kundschaft. Die Älteren sehen in meinem Besuch genau das, was er ist, nämlich einen Besuch. Da ist der Bofrostmann eine Unterbrechung der Eintönigkeit. Das wird zelebriert. Einige suchen erst in meinem Beisein die Bestellung aus dem Katalog zusammen oder lassen sich etwas von mir empfehlen.
Das dauert aber. Und dafür benötige ich mehr Zeit, als mir vom Schnitt her zur Verfügung steht.

Dann habe ich auch junge Familien mit Kindern. Hier tauchen oft Fragen bezüglich der Inhaltsstoffe auf und auch hier brauche ich meine Zeit.

Aber egal, wie die Zusammensetzung meiner Kundschaft ist, ich möchte mich mit den Menschen unterhalten können. Einfach nur vorfahren, ratzfatz die Bestellung rein und wieder weg, das kann ich nicht. Und das wollen meine Kunden auch nicht.
Und mir bleibt im Endeffekt auch mehr Zeit zum Nacharbeiten. Ich kann so viel mehr Kunden glücklich machen, obwohl die Zahl etwas geringer ist.

Unterm Strich habe ich nicht nur meinen Tagesumsatz gehalten, sondern sogar mehr gemacht.

Ein Kollege ist genau den anderen Weg gegangen. Mehr Kunden, rasche Bedienung, mehr Umsatz. Das bedeutet, daß jeder für sich selbst die geeignete Methode finden muß. Der Kollege beispielsweise käme mit meiner Methode gar nicht zurecht und ich mit seiner nicht.
Man benötigt eben auch Gespür für die Belange seiner Kunden.

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Da hast du absolut recht. So mach ichs auch viel lieber. So macht mir dieser Beruf, schon über 20 Jahre viel Spaß. Ich gucke nicht stets auf die Uhr, (passe schon auf dass ich im Stundenblock bleibe) und übertrage das stressfreie Gefühl, denke ich…
    Seit einiger Zeit hab ich auch 2 Handys einen (von bofrost) für die die kein WhatsApp haben/kennen und eins mit WhatsApp (auf lautlos). Es funktioniert bei mir ganz gut, dass viele meiner Kunden mir vorab ein Bild ihrer Bestellung schicken.
    Ganz freiwillig, ohne Druck. Ich erleichtere es einige somit anzurufen.
    Nicht nur jeder kollege ist unterschiedlich, natürlich auch jeder Kunde.

  2. Chapo. Genau richtig gemacht. Das ist der Weg in die Zukunft.

  3. Hallo, genau der richtige Weg.
    Habe lange gekämpft um auf 52 Kunden runter zu kommen.
    Heimlich, still und leise sind es wieder 54 geworden.
    Egal, geht auch.

    Was mir momentan auf den Senkel geht sind die von Geldern eingebuchten Saison/Telefon-Kunden.
    Oft völlig aus der Tour, meist vor oder nach die Tour gebucht oder mittenmangrein, egal wie.
    Und (fast) nie auf der Tourliste oder einem TelefonZettel.
    Steht einfach im Terrormolino und fertig.

    Wenn dann noch ein Stammkunde umgebucht wird stehen schon mal 10 Kunden im Stundenblock, so wie heute passiert 🙁

    Was sehr gut ist: die Kontakte per WhatsApp.
    Ich hab ca. 80 Handynummern gespeichert und die Anfragen werden meist schnell beantwortet.
    Die kann man in einer ruhigen Minute checken und bearbeiten.

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